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Das Gymnasium in Penzberg

Kommt mit dem G9 die nächste Erweiterung?

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Was bedeutet es für das Gymnasium in Penzberg, wenn das G9 zurückkehrt? Womöglich steht die nächste Erweiterung bevor.

Penzberg - Voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2018/2019 stellt Bayern seine Gymnasien wieder von acht auf neun Jahre um. Die Rückkehr zum G9 soll zunächst mit den fünften und sechsten Klassen starten. Das bedeutet aber auch: Es wird mehr Platz gebraucht. Für das Penzberger Gymnasium könnte dies heißen, dass über kurz oder lang eine Erweiterung nötig sein wird – womöglich rückt wieder das ehemalige Molkereigelände ins Visier.

Mit steigendem Platzbedarf rechnet auch Schulleiter Bernhard Kerscher. Als der Kreistag im vergangenen Dezember über einen Umbau innerhalb des Gebäudes für neue naturwissenschaftliche Räume entschied, kündigte Kerscher den Kreisräten schon mal vorsichtshalber an, dass er wohl in absehbarer Zeit wieder vor ihnen stehen wird – wegen des Platzbedarfs, den ein neunstufiges Gymnasium nach sich ziehen könnte.

Vier Monate später sind die G9-Pläne der Staatsregierung schon etwas konkreter. „Bisher kennen wir aber nur die groben Linien“, sagte Gymnasiumsdirektor Kerscher am Dienstag auf Nachfrage. Abwarten müsse man noch das Kleingedruckte. Bereits mitgeteilt hat er allerdings den Eltern jener Kinder, die im kommenden September aufs Gymnasium wechseln, dass ihre Söhne und Töchter ab der sechsten Klasse in einem neunjährigen System sein werden. Welcher Platzbedarf durch die gesamte Umstellung genau entsteht, das ist laut Kerscher momentan jedoch nur „schwer abschätzbar“. Mehrere Faktoren spielen ihm zufolge eine Rolle. Zum Beispiel hätten viele Eltern, als das Gymnasium vor 13 Jahren auf G8 umstellte, ihre Kinder angeblich in die Realschule geschickt, weil es dort keinen Nachmittagsunterricht gibt. Kehrt das Gymnasium nun wieder zurück zu einem G9 ohne Nachmittagsunterricht, dann könnte sich der Druck erhöhen, so Kerscher. Eine andere Frage sei ebenso, wie viel Platzbedarf durch die geplante „Überholspur“ – die Möglichkeit, dass Schüler das Gymnasium weiterhin in acht Jahren absolvieren können – entsteht.

Laut dem Gymnasiumsdirektor ist die Sache allerdings nicht akut. Soll heißen: Ein Start zum Schuljahr 2018/ 2019 bringt das Gymnasium vom Raumbedarf her noch nicht in Bedrängnis. „Das ist kein Problem“, so Kerscher. „Kritisch wird es erst in den nächsten Jahren.“ Wenn das Gymnasium Jahrgangsstufe für Jahrgangsstufe auf G9 umstellt. „Wir haben sechs Jahre Zeit, uns etwas zu überlegen“, sagt der Schulleiter.

Die „Bürger für Penzberg“ (BfP) fordern angesichts der G9-Pläne dagegen „einen sofortigen Planungs- und Baustopp der Sanierung am Penzberger Gymnasium“, sprich des bevorstehenden Umbaus für neue naturwissenschaftliche Räume. BfP-Vertreter Wolfgang Sacher hatte im Kreistag als einziger gegen den Umbau im Bestand votiert und zugleich einen neuen Anbau gefordert. Die BfP sieht sich nun wegen des G9 bestätigt.

Schulleiter Kerscher hält es dagegen nach wie vor für eine richtige Entscheidung, die naturwissenschaftlichen Räume zentral im Gebäude zu schaffen. Dieser Bedarf an Fachräumen sei unabhängig vom G9, sagt er. Kerscher rechnet damit, dass in den Pfingstferien der Umbau im Dachgeschoss beginnt. Danach würde die Schaffung der neuen naturwissenschaftlichen Räume folgen. Ob im Endeffekt das ehemalige Molkereigelände für den G9-Platzbedarf wieder ins Gespräch kommt, hält er aber für denkbar.

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