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Harte Debatte um Hotel-Gutachten

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Bei der Veranstaltung der Bürgerinitiative wurde das Gutachten vorgestellt. © Penzberger Merkur/fn

Penzberg - Eine hitzige Diskussion gab es bei der Veranstaltung der Bürgerinitiative "Kein Hotel am Huber See", in der sie ihr eigenes Gutachten vorstellte.

Kann man große Teile des Fichtenwaldes roden und dort ein Hotel errichten, ohne damit das gesamte Ökosystem rund um den Huber See massiv zu beeinflussen? Der Innsbrucker Dr. Walter Wirkner, der im Auftrag der Bürgerinitiative ein Gutachten erstellt hat, sagt Nein. Das Ökosystem Huber See verträgt keine weiteren Eingriffe durch Menschenhand. Das Hotelprojekt ist abzulehnen. Das ist – zusammengefasst – die Quintessenz aus dem 21-seitigen ökologischen Gutachten, das der Innsbrucker Botaniker bei der Veranstaltung der Initiative präsentierte. Demnach würde das Hotelprojekt durch die Rodung von etwa 6 Hektar Fichtenwald eine weitere Schneise in den umgebenden Schutzgürtel des gesamten Ökosystems reißen. Außerdem verstößt es laut Gutachten gegen zahlreiche Gesetze und Richtlinien.

Dem widersprach die Grünen-Stadträtin Dr. Kerstin Engel, die sich in die Veranstaltung getraut hatte und den Standort als "tragbaren Kompromiss" verteidigte. Sie sagte, der Forst müsse sich nicht ganz gerodet werden und vertrat die Ansicht, dass der Forst selbst „keinen besonderen Schutzstatus“ verdient, weil er vor rund 60 Jahren selbst durch Aufforstung künstlich angelegt wurde, also kein natürlicher Teil des ursprünglichen Ökosystems sei. Dass das Projekt gegen zahlreiche gesetzliche Grundlagen verstoße,  verneinte Engel. Das kam bei den Zuhörern nicht gut an. Engel sah sich sogar Anfeindungen ausgesetzt. „Sie haben keine Ahnung. Sie sind keine Penzbergerin. Sie gehören hier nicht her“, sagte eine Frau.

(mehr in der Montagsausgabe von Penzberger Merkur und Weilheimer Tagblatt)

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