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Regina Bartusch steckt Rüdiger Sobotta das Ehrenzeichen. Kommandant Christian Abt (hinten, l.) und Thomas Müller schauen zu.
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Neue Feuerwehrmänner und -frauen gibt es bei der Penzberger Wehr. Darüber freute sich besondfers zweiter Kommandant Thomas Müller (r.)

Hauptversammlung der Penzberger Wehr

Feuerwehr musste 193 Mal ausrücken

Ein Lastwagen, der in eine Küche gerauscht war, ein brennender Kinderwagen, den niemand löschen wollte, und immer wieder Türen, die geöffnet werden mussten. Das Einsatzspektrum der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg im vergangenen Jahr war vielseitig. Um Menschen zu retten, musste die Wehr mitunter sogar zu kuriosen Mitteln greifen.

Penzberg – 193 Mal mussten die 110 Aktiven der Penzberger Wehr vergangenes Jahr ausrücken. Das sagte Kommandant Christian Abt in der Hauptversammlung am Samstag vor rund 90 Anwesenden im Feuerwehrhaus. Zum Vergleich: 2017 waren es 160 Einsätze gewesen. 29 Mal galt es 2018, einen Brand zu löschen. Damit machten die Löscheinsätze nur noch rund ein Achtel der Gesamteinsätze aus, rechnete Abt vor. Die überwiegende Zahl der Brände seien Kleinbrände gewesen. Zweimal wurden die Aktiven allerdings zu großen Bränden gerufen; darunter etwa der Brand eines Bauernhofes im Habacher Ortsteil Dürnhausen.

Das Hauptaufgabengebiet seien aber laut Abt die 127 technischen Hilfeleistungen gewesen. Dazu zählen die diversen Türöffnungen – eine Tätigkeit, die eigentlich nicht zum primären Aufgabengebiet einer Feuerwehr gehöre, weshalb Abt anmerkte: „Es wäre nicht schlecht, wenn es in Penzberg einen guten Schlüsseldienst gäbe.“

Vergleiche man die Einsatzzahlen der vergangenen Jahre, „pendeln sie sich bei durchschnittlich 200 ein“, so der Kommandant. Allerdings werde die Stadt in den nächsten Jahren wachsen, wie die Diskussion um neue Baugebiete zeige. Wie weit eine ehrenamtlich tätige Wehr die dadurch steigenden Einsatzzahlen noch stemmen könne, sei dann die Frage.

Abt erinnerte in seinem Bericht an einige besondere Einsätze. Etwa an den Lastwagen, der in die Küche einer Penzberger Wohnung gefahren war, und auch an das Kind, das mit seinem Kopf zwischen Gitterstäben feststeckte und nur mit viel Butter als Schmiermittel befreit werden konnte. Bei einem Kinderwagen schauten die Bewohner Hauses in der Stadt beim Abbrennen zu.

Oft musste die Wehr auch wegen ausgelöster Heimrauchmelder ausrücken. Nicht, weil es brannte, so Abt, sondern weil die Batterien der Geräte leer waren und deshalb Alarm auslösten, ohne dass die Bewohner zu Hause gewesen seien.

Laut Kommandant haben die Aktiven 2018 allein durch ihre Einsätze 3972 Stunden geleistet. Dazu käme die Zeit, die für Lehrgänge (2122 Stunden) und Übungen (1596 Stunden). Rechne man noch die 455 Stunden der neun Jugendlichen hinzu, komme man auf insgesamt 8125 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. „Das ist beachtlich“, sagte Abt, der seiner Mannschaft dankte.

Lob gab es auch von den Gästen. „365 Tage im Jahr geht Ihr im wahrsten Sinne des Wortes für eure Mitmenschen durchs Feuer“, sagte dritter Bürgermeister Ludwig Schmuck. Und Polizeichef Jan Pfeil lobte: „Es ist auch für uns Polizisten toll zu wissen, dass wir einen so starken Partner an der Seite haben.“

Bei den Wahlen wurde Nicole Keller zur Schriftführerin gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Christina Wenzel.

Franziska Seliger

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