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„Herbstlicht“ in Penzberg: Große Resonanz —120 Kuchen innerhalb einer Stunde ausverkauft

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Von: Franziska Seliger

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Lesung vor vollem Haus: Volker Halbmeyer vom Oberlandler Volkstheater erzählte beim „Herbstlicht“ Geschichten aus Penzbergs Vergangenheit. Veranstaltung auch 2023 geplant
Lesung vor vollem Haus: Volker Halbmeyer vom Oberlandler Volkstheater erzählte beim „Herbstlicht“ Geschichten aus Penzbergs Vergangenheit. © Seliger

Nach zwei Jahren Pause fand anlässlich des internationalen „Tages der älteren Menschen“ endlich wieder ein „Herbstlicht“ in Penzberg statt. Die Resonanz war groß, die Veranstalter sind sehr zufrieden.

Penzberg – Ein Vortrag, verschiedene Informationsstände vom VdK, dem Eine-Welt-Laden und der Pfarrei Christkönig, dazu Musik und Stuhlgymnastik mit dem TSV und fürs leibliche Wohl Kaffee und Kuchen: Das Programm, das sich der Seniorenbeirat der Stadt für das diesjährige „Herbstlicht“ in der Stadthalle überlegt hatte, war vielseitig und stieß bei den älteren Besuchern auf viel positive Resonanz.

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„Herbstlicht“ in Penzberg: Hundert Stühle waren zu wenig

Um 14 Uhr hatte die Veranstaltung am Samstag begonnen – um 15 Uhr war der Kuchen alle. „Wir hatten 120 Kuchen. Jetzt sind sie ausverkauft“, berichtete Brigitte Gerlach vom Seniorenbeirat, die am Eingang zum großen Saal stand, um die zu diesem Zeitpunkt immer noch ankommenden Senioren zu begrüßen.

Hundert Stühle habe man im Saal entlang der langen Tischreihen aufgebaut, so Gerlach. „Aber das hat nicht gereicht.“ Mit Hilfe des Stadthallen-Wirts habe man auf die Schnelle zusätzliche Stühle bereitstellen müssen, so die Seniorenbeirätin, die selbst ein wenig überrascht wirkte angesichts des so regen Treibens im Saal. Immerhin hatte das „Herbstlicht“ vor der Pandemie sukzessive weniger Senioren angelockt – und jetzt dieser Erfolg.

Auch Sigfried Höfler war sichtlich zufrieden. „Wir sind ausverkauft“, sagte der Seniorenbeiratsvorsitzende kurz nach 15 Uhr. Zwar habe der geplante Auftritt des Oberlandler Volkstheaters coronabedingt abgesagt werden müssen, bedauerte Höfler. Stattdessen sei aber spontan Volker Halbmeyer eingesprungen. Der Seniorenbeirat, der selbst Mitglied im Theaterverein ist, las Geschichten aus Penzbergs Vergangenheit als Bergarbeiterstadt vor, die bei den anwesenden Senioren gut ankamen.

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„Herbstlicht“ in Penzberg zeigt „wie dringend was für Senioren getan werden muss“

„Es ist schön, dass so alte Sachen vorgetragen werden, die ich selbst als Kind noch erlebt habe“, fand etwa die Penzbergerin Paula Schwimmbeck. An die Kohlelieferungen nach Hause oder daran, dass die Bergleute das alte, nicht mehr benötigte Holz aus den Stollen mit nach Hause nehmen durften, könne sie sich noch gut erinnern, sagte die 84-Jährige.

Ihr gegenüber saß Waltraud Winkel und hörte der Band „MigMusic“ zu, die zwischen den einzelnen Programmpunkten für die musikalische Unterhaltung sorgte. „Sie haben hier was ganz tolles auf die Beine gestellt“, lobte die 83-jährige Penzbergerin.

Die vielen Besucher, die das „Herbstlicht“ heuer angelockt habe, zeigten „der Stadt, wie dringend was für Senioren getan werden muss“, fand Winkel. Denn in Penzberg gibt es ihrer Ansicht nach viel zu wenig Angebote für ältere Menschen.

Zumindest das „Herbstlicht“ soll als Angebot für Senioren auch im nächsten Jahr stattfinden. „Geplant ist es“, versicherte Seniorenbeiratsvorsitzender Höfler. „Diese Tradition muss man fortsetzen.“

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