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Der Säubach in Penzberg am vergangenen Freitag nach dem Durchlass an der Bichler Straße.

Hochwasser: Reicht der Schutz in Penzberg noch aus?

Penzberg - Reicht der Hochwasserschutz in Penzberg noch aus? Diese Frage stellt sich angesichts immer stärkerer Regenereignisse.

Knapp war es am 9. Juni: Wegen des starken Dauerregens stiegen Schwadergraben und Säubach in Penzberg so an, dass der Durchfluss an der Bichler Straße kurz davor war, bis oben hin voll zu sein - obwohl vor einigen Jahren erst der Hochwasserschutz dort verbessert wurde. Die Gefahr bestand, dass ein Rückstau entsteht und dadurch Keller volllaufen. Davon berichtete Johannes Jauß vom Penzberger Ordnungsamt in der Bauausschuss-Sitzung. Die Situation habe sich zwar wieder entspannt, dennoch stellte er die Frage in den Raum, ein neues hydrologisches Gutachten erstellen zu lassen. Die Frage, die dahintersteckt: Reicht der aktuelle Hochwasserschutz in Penzberg noch für die immer stärker ausfallenden Regenereignisse? Die Sturzfluten in Niederbayern sind eine Warnung.

Das Stadtbauamt ist laut Leiter Justus Klement schon an der Sache dran. Allerdings würden für ein hydrologisches Gutachten erst noch Basis-Daten vom Deutschen Wetterdienst, vom Landratsamt und vom Wasserwirtschaftsamt benötigt.

Weitere Entlastung an den Bächen könnte, unabhängig von neuen Berechnungen, ein geplantes Projekt bringen. Laut Stadtbaumeister sieht das aktuelle Hochwasserschutz-Konzept ein Regenrückhaltebecken für den Säubach vor. Es soll nahe dem Wellenbad entstehen. Der erhoffte Effekt: Es soll bei Starkregen Wasser zurückhalten, das ansonsten den Säubach anschwellen ließe. Dies würde dazu führen, dass beim Zusammenfluss mit dem Schwadergraben an der Bichler Straße weniger Wasser aufeinandertrifft. Das hätte wiederum zur Folge, dass das Wasser des Schwadergrabens besser abfließen kann.

Diese Lösung basiert allerdings noch auf den alten Berechnungen. Die Frage, ob dieses Rückhaltebecken in Zukunft ausreicht, kann womöglich das neue hydrologische Gutachten beantworten.

wos

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