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In der alten Stadtbücherei wurde  über das Hotel-Projekt diskutiert.

Kontroverse Diskussionen

Hotel-Debatte in Penzberg: 100 Besucher beim Dialogauftakt

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In Penzberg kamen rund 100 Besucher zum Auftakt des Hotel-Bürgerdialogs. Kritiker wie Befürworter trafen sich.

Penzberg – Ständer mit 18 Plakaten standen in der früheren Penzberger Stadtbücherei, vorbereitet von Moderator Daniel Schreyer und seinem Team. An Stehtischen wurde eifrig diskutiert. Der vierstündige Info-Markt sollte erste Auskünfte zur Standort-Suche für ein Hotel liefern. Der Dialog mündet laut Stadt im Oktober in einen Bürgerentscheid. Die Bevölkerung soll dann über jenen Standort entscheiden, der von den aktuell über 60 Vorschlägen übrig bleibt. Danach, hieß es, folge das schätzungsweise zweijährige Bebauungsplanverfahren, gegebenenfalls verzahnt mit der Investorensuche. „Über Investor und Bebauungsplan entscheidet dann voraussichtlich wieder der Stadtrat.“

Beim Info-Markt war ebenso zu lesen, was für ein Hotel in Penzberg entstehen soll. Diese Frage, hieß es, werde zwar erst im Bebauungsplan-Verfahren und voraussichtlich mit einem Investor beantwortet, aber es gebe Eckpunkte, die bislang Grundlage für Entscheidungen des Stadtrats waren: ein Vier-Sterne- oder Vier-Sterne-Plus-Haus mit 75 bis maximal 110 Zimmern, ausgerichtet auf Tagungsgäste, Sport, Wellness und Erholungstourismus, mit öffentlich zugänglichen Restaurants, Bar und Kaffeebetrieb. Weitere Eckpunkte: Es soll sich in die Landschaft einfügen, öffentliche Angebote für die Einheimischen haben sowie ökologisch-architektonisch verträglich gestaltet sein. Eine Schätzung, die am Rande des Info-Markts geäußert wurde: Für so ein Hotel samt Außenanlage sei mindestens die Größe eines Fußballfeldes nötig.

Auch um Kriterien bei der Standortsuche ging es. Plakate zeigten zum Beispiel Biotope und Überschwemmungsgebiete. Die Bevölkerung werde im Dialog die Kriterien ergänzen, streichen und bewerten, hieß es. Aufgelistet wurde schon einmal ein Fragenkatalog. Zum Beispiel: Liegt der Standort in einem Schutzgebiet? Reicht die Fläche aus? Wie ist der Verkehr angebunden? Hat der Standort See- oder Bergblick? Ausschlusskriterien sind jedenfalls: wenn der Standort auf Privatfläche liegt und der Eigentümer nicht will; und wenn die Regierung von Oberbayern nicht mitmacht.

Hin und wieder von einer Traube umlagert war Susanne Lengger vom „Tourismusverband Pfaffenwinkel“. „Für ein Vier-Sterne-Haus spricht, dass es in dem Marktsegment wenig Angebote gibt im Landkreis“, sagte sie. Es müsse aber auf einem Mix aus Geschäftsreisenden und Touristen basieren. Was bei Besuchern wie Hannelore Jaresch auf Kritik stieß: dass mit Golfplatznähe geworben wurde. „Auch der Tölzer Golfplatz ist nah“, sagte Lengger dazu. Über den Aspekt des Tourismus wird auch demnächst diskutiert, und zwar beim Auftakt der Themenabende am 7. Mai.

„Es wurde kontrovers diskutiert, das war unser Ziel“,  lautete das Fazit von Bürgermeisterin Elke Zehetner über die Auftaktveranstaltung.

Weitere Infos zum Hotel-Dialog der Stadt im Internet unter www.hotelentwicklung-penzberg.de oder am Bürgertelefon unter Telefon 08856/813350.

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