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In Penzberg wird wieder über ein weiteres Hotel diskutiert.

Standortfrage

Hotel in Penzberg: Regierung hat keine Probleme

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Beim Hotel-Standort in Penzberg schwenkt die Regierung von Oberbayern um: Sie wäre mit dem Areal südlich der Seeshaupter Straße einverstanden.

Penzberg – Die Regierung von Oberbayern hat der Stadt Penzberg schriftlich mitgeteilt, dass der vorgeschlagene Hotel-Standort als „angebunden anzusehen ist“. Dies teilte Bürgermeister Elke Zehetner diese Woche in der Stadtratssitzung mit, ohne weiter darauf einzugehen. Bedeutend ist diese Aussage, weil die Regierung vor fünf Jahren darauf gepocht hatte, dass ein Hotel-Standort an das Siedlungsgebiet angebunden sein muss – und der aktuell diskutierte Platz erfüllte nach damaliger Ansicht der Regierung diese Bedingung nicht. Wie berichtet, hat die Stadt einen neuen Hotel-Anlauf unternommen. Ende Oktober diskutierte der Stadtrat über einen Standort, der sich südlich der Seeshaupter Straße beidseits der Zufahrt zum Badeweiher befindet. Das Kommunalparlament beschloss mit 15 gegen neun Stimmen, sich weiter mit einem Hotelbau auf dem Areal zu befassen. Die Stadtverwaltung erhielt zugleich den Auftrag, bei den Behörden zunächst vorzufühlen, ob der Standort Chancen auf eine Genehmigung hätte.

Der Vorschlag, bei der Gut-Hub-Zufahrt an der Seeshaupter Straße ein Hotel zu bauen, ist nicht neu. Er stand vor fünf Jahren schon einmal auf der Liste potenzieller Standorte. Die Regierung von Oberbayern bewertete ihn 2012 allerdings als ungeeignet, weil er – so die Begründung damals – nicht an das Siedlungsgebiet angebunden sei und damit den Zielen der Landesplanung widersprechen würde. Diese Einschätzung liegt jedoch fünf Jahre zurück. Seither wurde das Anbindungsgebot bayernweit durch Sonderregelungen aufgeweicht. Im neuen Landesentwicklungsprogramm, das derzeit in Arbeit ist, will die Staatsregierung zudem das Anbindungsgebot für Tourismusvorhaben streichen.

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