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„K 33“ will hoch hinaus

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Von: Franziska Seliger

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Ein Modell eines Hotels in städtischer Umgebung.
Ein Modell der geplanten Aufstockung zeigt, wie hoch das „K 33“ im Vergleich zur umliegenden Bebauung werden soll. © Franziska Seliger

Es ist ein markantes Gebäude in Penzbergs guter Stube: Das ehemalige „Hotel Olympia“ an der Hauptkreuzung. Nach einer ersten Rundumerneuerung möchten die Eigentümer das heutige „K 33“ jetzt gerne aufstocken und in der Fläche erweitern. Der Stadt gefällt diese Idee grundsätzlich.

PenzbergGanz neu sind die Pläne nicht. Denn nachdem das ehemalige „Hotel Olympia“ im August 2017 den Besitzer gewechselt hatte und die neuen Eigentümer das zur Absteige verkommene Gebäude aus dem Jahr 1969 saniert hatten, machten sie am Ende der zweijährigen Umbauarbeiten klar, dass es sich dabei für sie nur um ein „Zwischenziel“ handele. Bereits 2018 hatten sie bei der Stadt beantragt, das Haus mit dem neuen Namen „K 33 Hotel & Lodge“, das derzeit vier Stockwerke plus Dachgeschoss hat, auf sechs Stockwerke zu erhöhen. Damals hatte sich der Ausschuss allerdings nur mit fünf Stockwerken anfreunden können. Im Raum stand damals außerdem noch die Schaffung von Seniorenwohnungen.

In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung stand nun eine erneute Anfrage auf Aufstockung des Gebäudes an der Ecke Bahnhof- und Karlstraße auf der Tagesordnung – und zwar laut Justus Klement um zwei Vollgeschosse. Dadurch wollten die Eigentümer ein „zeitgemäßes Hotel“ entwickelt.

Häuserfassaden an einer Straßenkreuzung.
Das einstige „Hotel Olympia“ an der Hauptkreuzung von Penzberg heißt nach erfolgtem Umbau und Besitzerwechsel jetzt „K 33“. © Franziska Seliger

Wie der Stadtbaumeister betonte, gehe es den Hoteleignern um ein Stimmungsbild, wie die Ausschuss-Mitglieder grundsätzlich zu derartigen Plänen stehen.

Denn würde das „K 33“ höher werden, hätte das Signalwirkung auf die Entwicklung der umliegenden Bebauung – und das zu einem Zeitpunkt, da entlang der Bahnhofstraße einiges im Umbruch sei, so Klement. Mehrere Eigentümer von Gebäuden überlegten, ihren Altbestand zu sanieren und zu erweitern, so der Stadtbaumeister. Auch rein optisch würde eine höhere Außenfassade des Hotels Auswirkungen auf das Stadtbild und den vorgelagerten Stadtplatz haben.

Signalwirkung für künftige Bauvorhaben

Doch dass das schon jetzt markante Hotel durch eine Aufstockung ein Zeichen setzen würde, für künftige Bauvorhaben im Bereich der Bahnhofstraße störte den Bauausschuss nicht. Fraktionsübergreifend stieß das Vorhaben auf Wohlwollen. „Wenn nicht da, wo dann?“ meinte etwa CSU-Stadtrat Ludwig Schmuck. Auch dritter Bürgermeister Hardi Lenk (SPD), der in Abwesenheit von Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) die Sitzung leitete, sprach sich für eine Aufstockung aus. Zwar sei das „K 33“ dann das erste Gebäude in der Häuserzeile, das höher werde. „Aber jetzt heißt es mutig sein“, fand Lenk.

Die Penzberger Stellplatzsatzung – 2018 noch ein Hindernis für die damals geplante Aufstockung – schien jetzt kein Problem mehr. Stellplätze, sagte Lenk, seien an anderer Stelle im Stadtgebiet vorhanden. „Das ist durchaus üblich für ein Hotel in der Stadt.“

Bedenken wegen „Riegelbebauung“

Sebastian Fügener (Grüne) und Adrian Leinweber (SPD) äußerten sich zwar ebenfalls zustimmend, mahnten aber an, der Umbau dürfe nicht zu einer „Riegelbebauung“ entlang der Bahnhofstraße führen. Deshalb sollten nachfolgende Aufstockungen umliegender Gebäude nicht ebenso hoch ausfallen. Armin Jabs (BfP) machte sich diesbezüglich keine Illusionen: Werde das Hotel aufgestockt, werde das „richtungsweisend sein für weitere Gebäude“. Eine Riegelbebauung werde sich in der Bahnhofstraße nicht ganz verhindern lassen.

Was die an der Karlstraße verlaufende Hotel-Fassade betrifft, sprach sich der Ausschuss allerdings dafür aus, hier die neuen zwei Geschosse etwas zurückzusetzen – um dadurch den optischen Eindruck bei der Anfahrt Richtung Stadtplatz etwas aufzulockern.

Wie Stadtbaumeister Klement auf Nachfrage erläuterte, soll das „K 33“ aber nicht nur zwei zusätzliche Vollgeschosse bekommen. Die Eigentümer möchten außerdem den bestehenden Parkplatz an der Rückseite des Gebäudes überbauen und das Hotel so zusätzlich erweitern.

Nach dem positiven Signal des Bauausschusses für dieses Vorhaben könnte der Bauwerber nun mit der konkreten Planung beginnen, so Klement. Außerdem sei eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans erforderlich, um das Projekt zu realisieren. Klement geht davon aus, das Hotelerweiterung- und Aufstockung möglicherweise Ende nächsten Jahres realisiert werden können.

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