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Mit Weltmeister-Pokal: Malinois „Conan vom Clan der Wölfe“.

Florian Knabl und Conan machen dritten WM-Titel in Folge für Hundesport-Team Heuwinkl perfekt

Einmalig in der Geschichte des Schutzhundesports ist, dass ein Verein dreimal in Folge den Weltmeistertitel im Schutzhundesport der Belgischen Schäferhunde gewinnt. Das gelang nun dem Iffeldorfer Team Heuwinkl. Florian Knabl und sein Malinois „Conan vom Clan der Wölfe“ holten jetzt wie 2018 den Pokal. 2017 war Stephanie Ollmann mit „Page vom Further Moor“ Weltmeisterin.

Iffeldorf – Überaus spannend gestaltete sich die Weltmeisterschaft in diesem Jahr, berichtete Knabl. Nicht nur die Schutzhunde waren mit 156 Startern aus 48 Nationen vertreten. Auch andere Hundesportler stellten sich im tschechischen Pisek den Wettkämpfen. Ein großes Sportstadion mit vier Fußballplätzen war Schauplatz für die parallel laufenden Turniere in „Agility, Mondioring“ und „Canicross“. „Die Organisation war vorbildlich, alles lief tadellos“, lobte der 39-jährige. Nur das Wetter spielte nicht mit. Bei der Anreise schneite es, die folgenden Tage waren kalt und regnerisch.

Dafür hatte der Hundeführer Glück bei der Auslosung für den Worldcup, der in den ersten drei Tagen des Turniers ausgetragen wurde. Knabl konnte mit der Fährte beginnen. Auf einem großen Acker waren mit Bändern einzelne Felder abgesteckt. „Conan“ lief die Fährte mustergültig ab. Die beiden Wertungsrichterinnen belohnten den Malinois mit 98 Punkten.

Weltmeister im Schutzhundesport: Florian Knabl mit Conan.

Mit diesem Polster ging Knabl in die sogenannte Unterordnung. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Punktrichter überaus streng waren. „Als wir starteten, hatte die beste Unterordnung gerade mal 90 Punkte erhalten“, so Knabl. Aber „Conan“ zeigte sich auch hier von seiner besten Seite, auch wenn es wegen kleiner Fehler Punktabzug gab. Es reichte dennoch für den Pokal „Beste Unterordnung“ – und das mit gerade einmal 91 Punkten.

Beim Schutzdienst lief es in der ersten Hälfte wie aus dem Bilderbuch, so Knabl. Doch dann musste er dem Hund ein Nachkommando zurufen, und der Schutzdienst endete mit 88 Punkten. Damit landete der Hundeführer aus dem Team „Heuwinkl“ beim Worldcup auf Platz 3. Einziger Trost: Seine Konkurrenten hatten nur ein bis zwei Punkte mehr.

Weltmeistertitel: Florian Knabl und Conan starten als Dritte ins Finale

Im Finale starteten die besten 20 in umgekehrter Reihenfolge in den Disziplinen „Unterordnung“ und „Schutzdienst“. Um zu siegen, musste „Conan“ Höchstleistung abrufen. Es klappte. In der „Unterordnung“ kam er auf 93,5 Punkte und im „Schutzdienst“ auf 96 Punkte. Nach ihm starteten noch die beiden Bestplatzierten aus dem Worldcup, beide sehr erfahrene Hundeführer. Eine Zitterpartie begann, doch beide Hunde patzten, und der Heuwinkler hatte den Titel mit einem Punkt Vorsprung. Damit holte er auch mit dem deutschen Team den Mannschaftstitel.

Weltmeistertitel für Florian Knabl und Conan: Team und Familie jubeln

Der Jubel war groß, auch bei der Familie. Die 74-jährige Mutter Knabls hatte es sich nicht nehmen lassen, mit dem Auto nach Pisek zu fahren. Auch Teammitgliedern vor Ort und Freunde zu Hause an PCs, Laptops und Smartphones verfolgten das Turnier. Gelassen kann es der Iffeldorfer Hundeführer jetzt erst einmal angehen. Knabl ist automatisch qualifiziert für die Weltmeisterschaft der Hunde aller Rassen (FCI), die im September in Schwechat bei Wien stattfindet, und für die Weltmeisterschaft für Belgische Schäferhunde (FMBB) im kommenden Jahr.

Text: Anneliese Steibli

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