Die neue MVV-Buslinie verbindet Wolfratshausen/Geretsried und Penzberg künftig zu den Hauptverkehrszeiten im 60-Minuten-Takt. Bisher war die Verbindung in den Nachbarlandkreis eher spärlich. Grafik: MVV
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Die neue MVV-Buslinie verbindet Wolfratshausen/Geretsried und Penzberg künftig zu den Hauptverkehrszeiten im 60-Minuten-Takt. Bisher war die Verbindung in den Nachbarlandkreis eher spärlich.

Nach Geretsried un Wolfratshausen

Neue Verbindung für Penzberg: Im 60-Minuten-Takt zu den Nachbarn

  • vonWolfgang Schörner
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Bislang ist die Busverbindung zwischen Penzberg sowie Geretsried und Wolfratshausen eher spärlich. Ändern soll sich dies mit einer neuen Buslinie und einem 60-Minutentakt.

Penzberg – Die MVV-Regionalbuslinie 374, die jetzt zum Fahrplanwechsel startet, führt von Wolfratshausen und Geretsried über Königsdorf und Beuerberg nach Penzberg. Bislang endete die Linie quasi an der Grenze des Landkreises Weilheim-Schongau. Finanziert wird die Linie anteilig von den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau.

Wie Peter Holzmann vom Penzberger Ordnungsamt mitteilte, werden die Regionalbusse nun montags bis freitags an Werktagen in der Hauptverkehrszeit im 60-Minuten-Takt fahren, zu den Nebenverkehrszeiten im 120-Minuten-Takt. Im Penzberger Stadtgebiet fahren die Busse ihm zufolge von Maxkron zur Firma Roche Diagnostics und im Anschluss in die Innenstadt zum Bahnhof. Laut Fahrplan fährt der erste Bus vor 6 Uhr früh, der letzte bis kurz vor 20 Uhr am Abend. Innerhalb Penzbergs, so Holzmann, könnten die Regionalbusse genauso wie die Stadtbusse genutzt werden.

Besser Anbindung an den Nachbarlandkreis

Die neue MVV-Regionalbuslinie sei ein „sehr wichtiges Angebot für unseren ÖPNV in Penzberg“, erklärte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU). Denn: Sie sei „direkt mit den Stadtbuslinien vertaktet und bindet Penzberg nun wesentlich besser an unseren Nachbarlandkreis an“, fügte er an. „Wir freuen uns sehr, dass dies jetzt möglich ist.“

Einen ersten Fuß im Landkreis Weilheim-Schongau hat damit der MVV. Darauf weist der Tölzer Landrat Josef Niedermaier hin. Das große Ziel, erklärte er in einer Mitteilung, sei eine MVV-Verbunderweiterung mit weiteren landkreisüberschreitenden ÖPNV-Verbindungen. Sein Dank gelte dem Landkreis Weilheim-Schongau, „der sich partnerschaftlich an der Linie beteiligt, auch wenn der MVV noch Neuland“ für den Nachbarn sei.

Als positive Signal bezeichnete Wolfgang Taffertshofer, Vize-Landrat von Weilheim-Schongau, die durchgängige MVV-Linie und die Anbindung an die Firma Roche. Damit werde der Mangel bei den Ost-West-Verbindungen und bei den landkreisübergreifenden Busangeboten beseitigt, so Taffertshofer.

Kostenlose Stadtbus-Nutzung wird fortgesetzt

Ordnungsamtsleiter Holzmann erinnerte in der jüngsten Stadtratssitzung auch daran, dass seit September in Penzberg die neue Stadtbuslinie 3 unterwegs ist. Sie verkehrt zwischen Bahnhof, Stadthalle, An der Freiheit und Roche – laut Stadtratsbeschluss zunächst probeweise bis 31. August 2021. Gezählt wurden ihm zufolge auf der neuen Stadtbuslinie 75 bis 100 Fahrgäste am Tag. Die Zahlen seien – vor dem Hintergrund von Corona-Pandemie und Homeoffice – gut, sagte er. Holzmann erklärte auch, dass die kostenlose Stadtbus-Nutzung für alle Penzberger Schüler im nächsten Jahr fortgesetzt werde. Außerdem soll man ab 2021 über die „Wohin Du willst“-App nicht nur Fahrpläne studieren, sondern auch Fahrscheine kaufen können.

Erste Erfahrungen gibt es ihm zufolge auch mit der Führerschein-Rückgabe. Wie berichtet, können Senioren, die freiwillig ihren Auto-Führerschein zurückgeben, den Penzberger Stadtbus lebenslang kostenlos nutzen. Der Stadtrat hatte dies auf Antrag der SPD beschlossen. Laut Holzmann haben 29 Personen das Angebot genutzt. Die ersten drei Jahre läuft das Gratisticket über den Landkreis, der die kostenlosen Fahrten auf diesen Zeitraum beschränkt hat. Sind die drei Jahre um, bekommen die Personen laut Holzmann von der Stadt die Sondertickets.

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