Hier wird eine Außenstelle des Impfzentrums Peißenberg entstehen: im Krankenhaus Penzberg. Ist genug Impfstoff vorhanden, sollen hier an zwei Tagen pro Woche bis zu 100 Personen pro Tag geimpft werden.
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Hier wird eine Außenstelle des Impfzentrums Peißenberg entstehen: am Krankenhaus Penzberg. Ist genug Impfstoff vorhanden, sollen hier an zwei Tagen pro Woche bis zu 100 Personen pro Tag geimpft werden.

Neben dem Krankenhaus geplant

Impf-Außenstelle in Penzberg: Start womöglich nicht vor April

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Zwei Außenstellen des Impfzentrums Peißenberg – eine in Penzberg und eine in Schongau – sollen entstehen, sobald genügend Impfstoff verfügbar ist. An diesem Plan wird zwar festgehalten, wann er realisiert werden kann, ist derzeit aber noch unklar. Der Seniorenbeirat der Stadt Penzberg erhebt indes schon jetzt Forderungen.

Penzberg – Sobald genügend Impfstoff verfügbar ist, sollen nach Angaben von Landrätin Andrea Jochner-Weiß an einzelnen Tagen auch Impfungen in Penzberg und Schongau angeboten werden. Damit soll den Bewohnern der beiden Regionen die durchaus beschwerliche Fahrt nach Peißenberg erspart werden. In Penzberg soll diese Außenstelle des Impfzentrums Peißenberg in den Containern neben dem Krankenhaus eingerichtet werden (wir berichteten).

In Penzberg könnten 80 bis 100 Menschen täglich geimpft werden - wenn Impfstoff da ist

An diesem Plan werde weiterhin festgehalten, versichert Christian Achmüller von den Johannitern und Leiter des Peißenberger Impfzentrums auf Nachfrage des Penzberger Merkur. Von der Klinikleitung in Penzberg habe man grünes Licht dafür bekommen, hier an zwei Tagen pro Woche Impfungen durchzuführen. Zwischen 80 und 100 Personen könnten hier täglich geimpft werden, schätzt Achmüller. Denn was die Inbetriebnahme der Außenstelle derzeit unmöglich mache, ist der fehlende Impfstoff. „Aktuell scheitert es am Impfstoff“, sagt Achmüller. Wegen diesem Mangel werde das Impfzentrum in Peißenberg derzeit nur „minimalst“ genutzt. Statt der möglichen 300 Impfungen täglich würden hier derzeit gerade einmal rund 50 Menschen pro Tag ihre Impfung erhalten. So lange das Peißenberger Impfzentrum aber nicht unter „Volllast“ impfe, sei an eine Inbetriebnahme der beiden Außenstellen nicht zu denken.

Die Schongauer Außenstelle soll seinen Angaben zufolge in der Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) am Schongauer Krankenhaus entstehen. Auch hier könnten bei ausreichend Impfstoff an zwei Tagen pro Woche bis zu 100 Personen täglich geimpft werden, schätzt Achmüller.

Start der Penzberger Impfzentrum-Außenstelle steht noch in den Sternen

Bis wann ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen wird, um die beiden Außenstellen in Betrieb zu nehmen, könne er derzeit nicht sagen. Möglicherweise im zweiten Quartal dieses Jahres, versucht er eine vorsichtige Prognose angesichts der jüngsten Aussagen der Politik beim so genannten „Impfgipfel“. Das hieße nicht vor April. Zusätzlich verzögert werden könnte die Inbetriebnahme der Außenstellen durch ein personelles Problem: Denn die mobilen Teams der Johanniter, die die Außenstellen betreiben werden, müssten zunächst die Impfung bei den Bewohnern von Alten-, Pflege- und Behindertenheimen im Landkreis abgeschlossen haben. Erst dann habe man Personal für den Betrieb der Außenstellen frei.

Klar sei aber schon jetzt, dass nicht nur Penzberger Bürger die dortige Impf-Außenstelle aufsuchen dürfen, sondern auch die Bewohner der umliegenden Ortschaften, so Achmüller. Ob man dann auch die Wahlmöglichkeit haben wird, ob man sich in Peißenberg oder Penzberg impfen lassen möchte, „das müssen wir noch klären“.

Penzberger Seniorenbeirat regt Info-Anlaufstelle und Shuttle-Bus an

Der Penzberger Seniorenbeirat betont die Wichtigkeit einer Impf-Außenstelle in Penzberg. Viele ältere Menschen könnten nicht so ohne Weiteres nach Peißenberg gelangen, sagt Vorsitzender Sigfried Höfler. Er fordert, die Inbetriebnahme der Außenstelle im Vorfeld gut vorzubereiten, um dann, wenn der Impfstoff ausreichend vorhanden ist, gleich starten zu können. Außerdem regt er an, im Rathaus eine zentrale Impf-Anlaufstelle einzurichten, an die sich Bürger bei Fragen wenden können. So manche Senioren bräuchten etwa Unterstützung bei der Terminvereinbarung. Außerdem müsse geklärt werden, wie die Senioren zum Penzberger Impfzentrum kommen sollen. Hier regt Höfler das Verteilen von Taxigutscheinen oder den Einsatz eines Shuttle-Busses an.

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