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Die Pfosten für die Bretterwand stehen.

An der Bichler Straße

In Penzberg: Bretterwand kommt nun doch

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Jetzt kommt die Bretterwand also doch: An der Bichler Straße in Penzberg stehen seit kurzem die Pfosten, an der die Wand installiert wird.

An der Bichler Straße nahe dem Rewe-Markt wird die Sichtblende stehen. Sie soll Autofahrer dazu zwingen anzuhalten, bevor sie auf die Karlstraße/Bichler Straße abbiegen. Auf Nachfrage beim Penzberger Ordnungsamt hieß es dazu, in den nächsten Wochen werde es wohl so weit sein.

Die Idee für die Sichtblende stammt vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Normalerweise sind solche Bretterwände an Bundesstraßen zu sehen, zum Beispiel bei Sindelsdorf oder Wielenbach. Groß war die Aufregung, als es Anfang des Jahres hieß, dass auch mitten in Penzberg eine Bretterwand stehen soll. Das Penzberger Ordnungsamt räumte in der Januar-Sitzung des Verkehrsausschusses ein, dass man an der „Bretter-Lösung“ nicht herumkomme. Im Frühling sollte die Wand aufgestellt werden. Doch es geschah – nichts. Nur die angekündigten rot-weißen Hochborde wurden installiert. Sie engen seit Februar den Radius abbiegender Autos ein.

Einfach vergessen wurde die Bretterwand allerdings nicht – wie mancher gehofft hatte. Sie kommt nur mit ein paar Monaten Verspätung. Dies hängt damit zusammen, dass die Stadt Penzberg Kompromisse aushandeln konnte: Sie will die Wand selbst aufstellen, um Einfluss auf die Optik zu haben, und sie zugleich bepflanzen. Hätte das Staatliche Bauamt die Sichtblende selbst errichtet, hätte sie wohl wie an der Bundesstraße bei Sindelsdorf ausgesehen, lautet die Befürchtung. „Wir wollen es hochwertiger und ansehnlicher machen“, erklärte dazu Vize-Ordnungsamtsleiter Johannes Jauß auf Nachfrage. Bei der Optik will sich die Stadt an der Lärmschutzwand der Bichler Straße orientieren. Die Wand wird in den nächsten Wochen im Bauhof vorbereitet.

Der eigentliche Grund für die Verzögerung ist aber die Bepflanzung, den die Stadt als zweiten Kompromiss durchsetzen konnte. Man habe nach einem ganzjährigen blickdichten Gewächs gesucht, das von Anfang an die richtige Höhe hat, sei aber nicht fündig geworden, so Jauß. „Jetzt werden wir es beranken.“ Zumindest im Sommer ist die Holzwand dann grün.

Die Bretterwand soll auf der Verkehrsinsel zunächst für eine einjährige Testphase stehen. Das Staatliche Bauamt glaubt, damit Unfälle verhindern zu können – die dort tatsächlich oft passieren. Die Sichtblende soll Autofahrer, die auf die Vorfahrtsstraße abbiegen, dazu zwingen, erst anzuhalten. Ein Stoppschild schreibt dies zwar schon jetzt vor, es wird aber gern missachtet. „Man muss schauen, was die Wand bewirkt“, sagt Jauß. Er glaubt aber nicht, dass das Staatliche Bauamt die Wand nach einem Jahr wieder abbaut. „Wir gehen davon aus, dass sie bleibt.“

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