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Viele Helfer deckten am Dopnerstag die „Weihnachtstafel“ im Barbarasaal des Pfarrzentrums Christkönigs, darunter auch Spender von Rotary, Inner Wheel und der Seeshaupter Seniorenresidenz.

In Penzberg: Ein Drittel weniger Tafel-Besucher

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Seit 13 Jahren gibt es in Penzberg die Tafel. Seither verteilen Helfer Woche für Woche Lebensmittel an arme Menschen. Rund 200 sind es momentan, deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Eigentlich eine erfreuliche Sache, wie Werner Gölz vom Leitungsteam sagt. Am Donnerstag war zum 13. Mal die Weihnachtstafel gedeckt.

Penzberg – Während sich normale Geschäfte viele Kunden wünschen, ist das bei der Tafel andersherum. „Wenn es weniger werden, heißt es, dass sie wahrscheinlich eine Erwerbstätigkeit gefunden haben, das ist doch schön“, erklärt Werner Gölz, der mit Christine Geiger und Ursula Floßmann das Tafel-Leitungsteam bildet. Vor einem Jahr waren es noch rund 300 Menschen zwischen Penzberg und Seeshaupt, die von der Tafel wöchentlich versorgt wurden. Momentan sind es laut Gölz 200 Personen. Er weiß von etwa 15 Deutschen, die nicht mehr kommen. Es kämen aber auch weniger Flüchtlinge. Bei den Menschen, die donnerstags die Tafel besuchen, handelt es sich ihm zufolge vorwiegend um alleinerziehende Mütter, aber auch um Singles und Familien mit bis zu fünf Kindern. Momentan profitieren 56 Kinder von der Tafel. Der Anteil der Rentner an den Tafelkunden beträgt ihm zufolge mindestens ein Drittel.

Ohne die vielen Ehrenamtlichen würde die Tafel – sie steht unter dem Dach der Kirchen – allerdings nicht funktionierten, wie der katholische Pfarrer Bernhard Holz und sein evangelischer Amtskollege Julian Lademann gestern bei der Weihnachtstafel sagten. Etwa 100 Helfer sind es momentan. Dazu gehört zum Beispiel Hamida Mustafa, die vor zweieinhalb Jahren aus Syrien nach Deutschland kam und seit drei Monaten in Penzberg lebt. Sie habe zufällig von der Tafel erfahren und sei mit ihrem Mann vorbeigekommen, um zu fragen, ob sie helfen könnte, erzählt die 28-Jährige. „Ich mag es zu arbeiten und zu helfen“, sagt sie. „Es ist sehr gut, ich bin glücklich.“ Eine andere Helferin ist Erni Werner. Die 80- Jährige ist seit sechs Jahren ehrenamtlich für die Tafel tätig. „Es macht mir Freude, weil man von den Leuten viel zurückbekommt.“

„Wir sind sehr stolz auf die Tafel“, sagte Pfarrer Lademann gestern. Bürgermeisterin Elke Zehetner dankte zudem dem Leitungsteam. Pfarrer Holz erinnerte auch daran, dass in Deutschland viele Lebensmittel weggeworfen werden, obwohl sie noch gut sind. Die Tafel wirkt dem entgegen. In Frankreich, so Holz, dürfen seit einigen Monaten keine Lebensmittel mehr weggeworfen werden. Er hoffe, dass man auch in Deutschland dorthin komme.

Zur reich gedeckten Weihnachtstafel, die in den Barbarasaal des Pfarrzentrums Christkönig verlegt wurde, hatte der Penzberger Rotary-Club Fleisch, Fisch und Geflügel für 1300 Euro beigesteuert sowie der „Inner Wheel Club Pfaffenwinkel“ 56 Geschenke für die Tafel-Kinder. Die Bewohner der Seniorenresidenz „Alte Post“ in Seeshaupt stifteten Honig und Kaffee. Jetzt, sagte Gölz nach den kurzen Reden, „wollen wir die Herzen unserer Tafelgäste zum Klingen bringen“.

Wer bei der Tafel mithelfen will, kann sich unter Telefon 08856/6088350 melden.

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