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Fahrt mit dem Penzberger Stadtbus.

In Penzberg geht es rund: Start für neuen Stadtbus

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Ab Montag, 11. Dezember, geht es in Penzberg rund: Denn der Stadtbus wird fortan auf zwei seiner drei Linien einen Rundkurs fahren. Die zweite Neuerung: Es gibt einen „Tante-Emma-Bus“.

Penzberg - In Penzberg geht’s rund“ – so wirbt die Stadt für den neuen Ringlinien-Stadtbus, der am Montag, 11. September, startet. Eine Premiere feiert dann ebenso der „Einkaufsbus“, der – etwas salopper – auch als „Tante-Emma-Bus“ bezeichnet wird. Um „Tante-Emma-Läden“ geht es dabei allerdings nicht. Der Einkaufsbus soll die Einkaufsmärkte Edeka an der Henlestraße und Rewe an der Bichler Straße ansteuern, und zwar montags bis freitags zwei Mal am Vormittag. Er wird laut Ordnungsamtsleiter Peter Holzmann ein halbes Jahr auf Probe fahren. Dann entscheidet der Stadtrat über eine Fortsetzung.

Die Testphase für den neuen Ringlinien-Verkehr läuft dagegen zwei Jahre lang. Die Stadt erhofft sich davon, den Abwärtstrend bei den Fahrgastzahlen zu stoppen und mehr Roche-Mitarbeiter in den Stadtbus zu locken. Die neuen Linien A und B haben in einem gegenläufigen Rundkurs auch jeweils das Unternehmen Roche im Industriepark Nonnenwald auf ihrer Route, wovon sich diese Woche Mitglieder des Stadtrats und des Seniorenbeirats bei einer Probefahrt überzeugten.

Mit im Bus saß Josef Sturm, Vizeleiter des Penzberger Roche-Werks. Für das Unternehmen habe das neue Konzept mehrere Vorteile, sagte er. Eine zusätzliche Haltestelle auf Höhe der Roche-Parkplätze, eine direkte Anbindung von Ortsteilen, in denen viele Roche-Mitarbeiter wohnen, sowie einen Halbstunden-Takt, der Roche mit seinen flexiblen Arbeitszeiten entgegenkommt. Laut Sturm liegt es im Interesse des Unternehmens, dass viele Mitarbeiter auf den Bus umsteigen. Er verweist auf die riesigen Parkflächen des Werks. „Wir wollen kein weiteres Parkhaus für einige Millionen Euro bauen, sondern das Geld lieber in Forschung oder Produktion investieren“, sagte er.

Eine zusätzliche Motivation, in den Penzberger Stadtbus umzusteigen, könnten verbilligte „Jobtickets“ sein. Das Unternehmen Roche prüft derzeit, ob es derartige Jahrestickets für seine Mitarbeiter sponsert. Penzberg wäre der Jobticket-Vorreiter in der Region, so RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer. „Es könnte ein Beispiel sein für den Landkreis Weilheim-Schongau“, sagte er. Auch andere Firmen steht es offen, für ihre Mitarbeiter Jobtickets einzuführen.

Das neue Ringlinien-Konzept schlägt, so Holzmann, mit Mehrkosten von 80 000 Euro im Jahr zu Buche. Mögliche Mehreinnahmen durch höhere Fahrgastzahlen sind dabei nicht berücksichtigt. Der Einkaufsbus kostet ihm zufolge weitere zirka 30 000 Euro – für die halbjährige Testphase also 15 000 Euro. Die Ticketpreise bleiben gleich.

Fahrplan und Fahrzeiten gibt es im Internet unter „www.penzberg.de“.

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