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Lena Meckel drehte in Penzberg einen Film, der erste als Regisseurin.

In Penzberg: Schauspielerin Lena Meckel erfüllt sich einen Traum

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Penzberg ist Schauplatz eines Kurzfilms: Lena Meckel (25) kehrte für die Dreharbeiten mit Kamera und Filmteam an den Ort ihrer Jugend zurück. Für die junge Schauspielerin ist es die erste Regiearbeit.

Penzberg - In der Penzberger Stadtbücherei herrscht am Montag freundlich-geschäftige Hektik. Das Filmteam räumt einen Rollwagen mit Büchern voll, verschiebt Bücherschränke und macht die kleine Bühne zur Garderobe. Mitten drin steht Lena Meckel. Die 25-Jährige ist die Regisseurin des Kurzfilms, der diese Woche in der Stadtbücherei, nebenan im Fotostudio Obermaier und im Penzberger ESV-Vereinsheim entsteht. Die 15-minütige Tragikomödie mit dem Titel „Call me Maybe“ – nach einem Lied der kanadischen Sängerin Carly Rae Jepsen – ist ihre erste Regiearbeit.

„Es ist ein Traum, den ich schon lange habe“, sagt Lena Meckel in einer kurzen Pause über ihre Regie-Premiere. Den Film will sie bei deutschlandweiten und internationalen Festivals einreichen.

Lena Meckel ist in Eurasburg geboren. Ihre Jugend verbrachte sie aber praktisch in Penzberg, wo sie am Gymnasium ihr Abitur ablegte. Heute wohnt sie in München und ist Schauspielerin. Seit ihrem Abitur macht sie das hauptberuflich. Das erste Mal vor der Kamera stand Lena Meckel („Ich kann davon leben“) aber schon mit Zwölf. In den vergangenen Jahren hat die junge Frau in vielen Produktionen mitgewirkt. Ihre Schauspiel-Vita ist beeindruckend. Sie reicht von Fernsehkrimis wie „Soko 5113“ und „Der Alte“ bis zu Filmen wie „Die wilden Kerle 3“, „Männertag“ und „Dieses bescheuerte Herz“. Mit dem späteren Oscar-Preisträger Christoph Waltz stand sie als Teenager im Fernsehfilm „Die Verzauberung“ vor der Kamera. Für einen neuen Rosamunde-Pilcher-Film erhielt sie die Hauptrolle. Und ganz aktuell ist die junge Frau nächsten Dienstag in der ARD-Vorabendserie „Familie Dr. Kleist“ zu sehen. Selbst schaut sich Lena Meckel ihre Filme allerdings nicht an, wie sie einräumt.

Und nun also das erste Mal Regisseurin. Als Schauspielerin, erzählt Lena Meckel, warte man viel auf neue Rollen. „Ich glaube, ich habe neun von zehn Jahren gewartet“, sagt sie schmunzelnd. „Deshalb wollte ich jetzt selber was machen.“ Und zwar von der Idee über das Drehbuch bis zur Regie. Unterstützung erhielt sie dabei von Patrick Finger. Beide arbeiteten gemeinsam am Drehbuch für den Kurzfilm Der 39-Jährige kennt Lena Meckel schon länger. Beide sind in derselben Schauspieleragentur. Patrick Finger spielt auch die Hauptrolle in „Call me Maybe“. Zu sehen war er bereits in Fernsehkrimis wie „Soko München“ oder „Die Rosenheim Cops“.

Lena Meckel ist mit einem Filmteam von fast 20 Männern und Frauen in Penzberg. Wieso dreht sie nicht in München? Dort, antwortet sie, sei es schwierig, weil „sich die Locations bei jungen Filmproduktionen, bei denen nicht so viel Geld da ist, ein bisschen querstellen“. Deshalb habe sie sich überlegt: Wo sind die Leute nett? Und wo kennt sie sich aus? „Klar, ich gehe nach Penzberg“, lautete ihre Antwort.

Selbst wird Lena Meckel nicht vor der Kamera stehen. Sie konzentriert sich ganz auf die Regie. Fünf Darsteller treten in ihrem Film auf. Neben Patrick Finger auch David Baalcke, der schon im „Tatort“ und zuletzt bei „Fack ju Göhte 3“ spielte. Die weiteren Schauspieler sind Sandra Bosch, Sandra Julia Reils und Judith Paus. In dem Kurzfilm geht es um einen Mann Mitte 30, der auf der Suche nach sich selbst ist. Und einer seiner vielen Berufe war eben Mitarbeiter in einer Bücherei.

Wie unterscheidet sich die Arbeit vor und hinter der Kamera? Die Erfahrung als Schauspielerin helfe ihr, ihren Kollegen genaue Anweisungen zu geben, sagt Lena Meckel. „Aber alles andere ist viel komplexer.“ Zum Beispiel die Bildkomposition oder die Auflösung der Kamera – all das muss beachtet werden. Knapp viereinhalb Wochen haben die Vorbereitungen auf die Dreharbeiten gedauert. Der Schnitt wird noch einmal etwa einen Monat in Anspruch nehmen. Im Februar – das peilt Lena Meckel an – soll der Film dann fertig für die Festivals sein. Und wird er auch in Penzberg zu sehen sein? Die 25-jährige Regisseurin kann sich das gut vorstellen. Am besten dann gleich in der Stadtbücherei.

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