+
Ein gekennzeichneter Baum in der Penzberger Innenstadt - die Tafel ordnet ihn städtischen Besitz zu.

Innenstadt-Bäume unter Stress

  • schließen

Penzberg - Die Innenstadt-Bäume in Penzberg leiden unter Stress. Eine Baum-Expertin warnt jetzt.

Nicht gut bestellt ist es um die Gesundheit der Bäume in der Penzberger Innenstadt. Sie sind gestresst. Sie leiden unter anderem unter Hitze, was angesichts des bisher verregneten Sommers überraschend anmutet. Festgestellt hat dies Anita Suttner. Die zertifizierte Baumkontrolleurin in Diensten der Stadt hat jetzt einige Vorschläge vorgelegt. „Man muss jetzt etwas machen, bevor es zu spät ist“, sagt sie.

Das Leiden der Innenstadt-Bäume ist ihren Worten nach kein spezielles Penzberger Problem. Eine Verwaltungsvorlage für den Penzberger Bauausschuss beschreibt das Problem: Demnach hätten Bäume, die in einer Stadt wachsen, mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen. Klima, Bodendichte, Wasser- und Nahrungsangebot würden sich zum Teil stark von den Bedingungen auf dem Land unterscheiden. Zusätzlich seien sie Streusalz, Chemikalien und Schadstoffen ausgeliefert. Zusätzlich komme Wärme als Stressfaktor hinzu, zum Beispiel durch die Wärmeabstrahlung des gepflasterten Bodens.

Im Bauausschuss wurde auch ein Fernsehbericht über Stadtbäume in Deutschland gezeigt, die durch zunehmende Hitze- und Trockenperioden in Stress geraten: Schädlinge hätten leichtes Spiel, weil diese Bäume geschwächt seien, hieß es in dem Beitrag.

Expertin Anita Suttner hat bei einer Begutachtung in der Penzberger Innenstadt festgestellt, dass die Bäume begonnen haben, ihr Kronenvolumen zu reduzieren und „nach innen zu wachsen“. Auch an den Kastanien auf dem Stadtplatz könne man eine Reaktion in Form von eingedrehten Blättern erkennen. Um die Bäume vitaler zu machen, legte Anita Suttner einige Vorschläge vor. Zum einen soll der Boden aufgelockert werden, um dort die Sauerstoffaufnahme zu verbessern. Ebenso schlägt sie vor, ein wasserspeicherndes Granulat einzubringen. Außerdem sollen die Baumwurzeln mit dem Mykorrhiza-Pilz geimpft werden. Diese Pilze würden in Symbiose mit Bäumen leben und ihnen ermöglichen, Bodennährstoffe aufzunehmen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

<center>Bayerisch Kochen für Freunde</center>

Bayerisch Kochen für Freunde

Bayerisch Kochen für Freunde
<center>Brotzeit-Brettl "Spatzl"</center>

Brotzeit-Brettl "Spatzl"

Brotzeit-Brettl "Spatzl"
<center>Ludwigs Leibspeis - Schweinsbratengewürz 95g BIO</center>

Ludwigs Leibspeis - Schweinsbratengewürz 95g BIO

Ludwigs Leibspeis - Schweinsbratengewürz 95g BIO
<center>Glitzerherzerl-Ohrhänger (Ohrringe)</center>

Glitzerherzerl-Ohrhänger (Ohrringe)

Glitzerherzerl-Ohrhänger (Ohrringe)

Meistgelesene Artikel

Neue Maibäume und mehr
Für alle, die mitfeiern möchten, gibt es hier eine Übersicht über Mai(baum)feiern im Landkreis.
Neue Maibäume und mehr
So gelingt der Frühjahrsputz beim Auto
Die Tage werden länger und das Wetter milder. Doch mit dem Frühling ist der Winterdreck am Auto leider nicht verschwunden. Deshalb raten Experten zum Frühjahrsputz.
So gelingt der Frühjahrsputz beim Auto
„Achalaich“: Viel Interesse an Gewerbeflächen 
Die Gemeinde Polling kann sich über reges Interesse freuen: Für die etwa 20 Flächen, die sie im geplanten interkommunalen Gewerbegebiet „Achalaich“ vergeben kann, gibt …
„Achalaich“: Viel Interesse an Gewerbeflächen 
Kindesmissbrauch in 78 Fällen: Landwirt verurteilt
Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 78 Fällen ist ein 62-Jähriger aus einem Dorf im Landkreis Weilheim-Schongau vom Amtsgericht Weilheim zu einer Haftstrafe von …
Kindesmissbrauch in 78 Fällen: Landwirt verurteilt

Kommentare