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Die Turnhalle am Josef-Boos-Platz in Penzberg.

Turnhalle bleibt bis Ende Juli geschlossen

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Penzberg - Die Turnhalle am Josef-Boos-Platz in Penzberg bleibt womöglich noch weit länger geschlossen als zuletzt gedacht.

Bislang hieß es, sie kann im Frühjahr 2017 wieder für den Sport geöffnet werden. Jetzt ist davon die Rede, dass sie noch das komplette Schuljahr geschlossen bleibt, also bis Ende Juli 2017. Das kündigte der Penzberger Stadtkämmerei Hans Blank in der Bürgerversammlung an. Der Grund: Bei der Untersuchung der Halle war unter dem Boden und unter der Decke eine künstliche Mineralfaser entdeckt worden, die raus muss. Allerdings gibt es Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Landratsamt, wer dafür zuständig ist und – vor allem – wer zahlen muss.

In der Bürgerversammlung am Dienstag hatte Herbert Preuß gefragt, wie es mit der Turnhalle – darin befand sich bis März 2016 eine Asyl-Erstaufnahmestelle – weiter geht. Daraufhin teilte Stadtkämmerer Blank mit Verweis auf Informationen aus dem Landratsamt mit, bei der Öffnung des Bodens seien künstliche Mineralfasern entdeckt worden. Auf Nachfrage beim Landratsamt hieß es gegenüber unserer Zeitung, an den untersuchten Stellen sei mineralfaserhaltiges Dämmmaterial gefunden worden, bei dem es sich aber nicht um Asbest handle.

Die Mineralfasern waren laut Blank für die Nutzer der Turnhalle nicht schädlich, so lange sie sich abgeschlossen im Boden befanden. Dies wiederholte Bürgermeister Elke Zehetner nach der Versammlung: Es habe „für Schüler, Sportler und Asylbewerber nie eine Gesundheitsgefahr“ bestanden, sagte sie. Aber weil der Boden geöffnet wurde, müssen die Fasern laut Blank nun entfernt werden – und zwar aus Sicherheitsgründen von Arbeitern mit Schutzkleidung und Mundschutz, wie er erläuterte. Dasselbe gilt ihm zufolge für die Hallendecke.

Offenbar gibt es aber Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Landkreis. Kreiskämmerer Norbert Merk erklärte, dass der Landkreis nur für jene Schäden zuständig ist, die durch die Nutzung als Asyl-Erstaufnahmestelle entstanden sind. „Unseren Teil hätten wir bis Februar, März oder April fertig“, sagte er. Die Mineralfaser aber, fügte er an, habe nichts mit der Asyl-Nutzung zu tun. Es sei allein Sache der Stadt Penzberg. Erstaunt zeigte sich Bürgermeisterin Elke Zehetner auf Nachfrage. „So will ich das nicht stehen lassen“, sagte sie. Ohne Asyl-Nutzung wäre der Boden nicht aufgemacht worden und die Mineralfasern nicht zum Vorschein gekommen. Es bestehe „noch Klärungsbedarf“.

(mehr in der Freitagsausgabe von Penzberger Merkur und Weilheimer Tagblatt)

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