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Der Preis der Mode: 700 Jugendliche, hier im Bild Realschüler mit dem Filmplakat, sahen den Streifen.

Fairtrade-Aktion

Das unfaire Geschäft mit der Kleidung

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Penzberg – 700 Penzberger Jugendliche sahen kürzlich einen Film über die Kleidungsindustrie im KinoP. Die Aktion initiierte das Umweltteam und die Faitrade-Steuerungsgruppe der Stadt Penzberg. 

Menschen, die durch eine Fußgängerzone eilen, bepackt mit Plastiktüten. Frauen, die auf Leinwänden flatternde Kleider präsentieren. Schnitt. Eine Nahaufnahme zeigt Hände, die an einer Nähmaschine Stoffe vernähen. Ein anderes Bild zeigt einen Slum, in dem sich Kleiderberge stapeln. 

Im Trailer von „The True Cost – Der Preis der Mode“ treffen gegensätzliche Bilder über die Kleiderindustrie aufeinander. Der ernüchternde Dokumentarfilm wurde kürzlich für rund 700 Penzberger Schüler im KinoP aufgeführt. Initiiert hatte dies das interreligiöse Umweltteam sowie die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Penzberg für die Mittelschule, Montessori-Schule, Realschule und des Gymnasiums im KinoP. Die jungen Menschen hätten mit dem Film erfahren, wie weit Schein und Realität in der Bekleidungsindustrie auseinanderliegen, schreibt Georg Kurz vom Umweltteam. Einerseits werben Starmodels bei Modenschauen für die neuesten Trends, andererseits werde die Kleidung unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. 

Der Film zeigt, wo die Kleidung hergestellt wird, welche Bedingungen herrschen und was passiert, wenn in Ländern, in denen Menschen verdursten, riesige Wassermengen für Baumwolle benötigt werden. Die Reportage zeige auch, schreibt Kurz, wie der Einzelne durch sein Verhalten Einfluss auf die Bedingungen der Arbeiter nehmen könne. Durch den Kauf fair gehandelter Kleidung erhielten Näherinnen einen fairen Lohn, und die Arbeitsbedingungen würden verbessert. Dies ermögliche deren Kindern den Schulbesuch.

Die Stadt Penzberg nennt sich seit März 2015 offiziell „Fairtrade-Stadt“. Damit verbunden ist die Vorgabe, dass eine bestimmte Zahl Einzelhändler, Gastronomen, Schulen und Vereine fair gehandelte Produkte anbieten. Das Siegel ist an den Ortseingängen abgebildet. Erfüllt die Stadt nach zwei Jahren die Kriterien, bestätigt der Kölner Verein TransFair den Titel.

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