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Abwasserkanal

Kanal-Prüfung: Zwei Jahre Vorlauf für Hausbesitzer

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In den nächsten Jahren müssen Hausbesitzer in Penzberg ihre Kanal-Hausanschlüsse untersuchen lassen. Sie sollen eine Vorlaufzeit von zwei Jahren bekommen

Penzberg - Die gesetzlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfung der privaten Hausanschlüsse soll klären, ob Abwasser aus den Leitungen sickert. Es geht um zirka 3800 Hausanschlüsse in Penzberg, angesichts des Einwohnerzuwachses in den nächsten Jahren sogar um rund 4000. Der Verwaltungsrat der Penzberger Stadtwerke hat nun die Entwässerungssatzung geändert: Danach muss die Prüfung nicht alle zehn, sondern alle 20 Jahre stattfinden.

Bisher hat es in Penzberg allerdings in der länger zurückliegenden Vergangenheit noch gar keine solchen Aufforderungen zu privaten Untersuchungen gegeben, also auch nicht innerhalb eines Zehn-Jahres-Abstands. Die neue Frist bedeutet laut Stadtwerke-Vizeleiter Dieter Schubert, dass Eigentümer, deren Haus 20 Jahre und älter ist, die Untersuchung nun vornehmen müssen. Häuser zum Beispiel, die vor zehn Jahren gebaut wurden, seien in zehn Jahren an der Reihe.

Laut Schubert sollen Eigentümer, die ihre Hausanschlüsse prüfen lassen müssen, aber einen zeitlichen Vorlauf erhalten. Er nannte zwei Jahre. „Damit sie Zeit haben, sich darauf inhaltlich und finanziell einzustellen.“ Er sagte, man werde die Stadt in Gebiete einteilen. „Nimmt man sich jährlich 400 Grundstücke vor, sind wir in zehn Jahren durch“, sagte Schubert, der von einem „Jahrhundertprojekt“ sprach. An der Einteilung werde mit Hochdruck gearbeitet. Stadtwerke-Vorstand Josef Vilgertshofer sprach von einer Übersicht für die nächsten vier Jahre.

Laut Schubert wurden im Viertel „An der Freiheit“ erste Erfahrungen gesammelt. Der Beratungsbedarf sei riesig. Die jüngsten Informationen wie beim „Tag der offenen Tür“ hätten „zur Beruhigung der Gemüter beigetragen“. Das nächste Prüfgebiet wird laut Schubert wohl der Bereich Alpenrosen-/Wankstraße in Steigenberg sein. Er empfahl Eigentümern, sich zusammenzutun, um günstigere Konditionen bei Firmen zu erhalten.

In der Verwaltungsratssitzung schlug Michael Kühberger (Freie Fraktion) vor, dass sich die Stadtwerke ein Kameragerät anschaffen sollten, um den Anwohnern die Untersuchung anbieten zu können – vor zwei Monaten hatte er noch davor gewarnt, weil man Firmen Konkurrenz machen würde. Auch Wolfgang Sacher (BfP) warb dafür. Stadtwerke-Chef Vilgertshofer sprach dagegen von einer „seltsamen Konstellation“, wenn die Stadtwerke die privaten Kanäle untersuchen und zugleich Kontrolleur in eigener Sache sind.

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