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Hängepartie : Seit im April die Schließung bekannt wurde, warten die HAP-Mitarbeiter in Penzberg auf verbindliche Zusagen.

Streit zwischen Unternehmen und Gewerkschaften

Immer noch kein Sozialplan: HAP-Belegschaft in Penzberg stellt Firmenchefs ein Ultimatum

Die Nerven im HAP-Werk in Penzberg liegen blank. Obwohl am vergangenen Freitag ein Sozialplan beschlossen werden sollte, liegt immer noch kein konkretes Angebot vor. Die Arbeitnehmervertreter verschärfen jetzt den Ton. 

Penzberg – Zum wiederholten Mal ist eine Verhandlungsrunde bei HAP ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Arbeitnehmer, Arbeitgeber und IG Metall hatten sich am vergangenen Freitag abermals getroffen, um über Sozialplan und Abfindungen zu verhandeln.

Die Gespräche seien „ergebnislos“ verlaufen, teilte Daniela Fischer von der IG Metall Weilheim gestern auf Nachfrage mit. Ursprünglich war es das Ziel, bis 10. Mai ein Ergebnis zu haben. Doch das kam auch beim jüngsten Treffen nicht zustande.

HAP-Penzberg: Nur unverbindliche mündliche Zusagen

Nach wie vor gäbe es von Seiten des Arbeitgebers nur unverbindliche mündliche Zusagen, so Fischer. Nun habe man dem Unternehmen „Hörmann“ ein Ultimatum gestellt: Bis zum morgigen Mittwoch habe der Arbeitgeber Zeit, „verbindlich etwas vorzulegen“. Sollte das geschehen, sollen am Donnerstag die Gespräche fortgesetzt werden.

Lesen Sie auch: Aus für HAP-Werk: Wie viel Geld bleibt für Abfindungen?

Wenn nicht, werde die Belegschaft noch in dieser Woche darüber informiert, dass es keine verbindlichen Zusagen gebe. Wie es in diesem Falle weitergehe, entscheide die Belegschaft. Fischer kann sich vorstellen, dass dann einige Mitarbeiter Eigenkündigungen durchführen werden. 

HAP-Penzberg: Werk läuft weiterhin unter Vollast

Wie Fischer auf Nachfrage bestätigte,arbeitet das Penzberger Werk derzeit unter Voll-Last. „Die Leute haben das auch mitgemacht“, so Fischer. „Sonst hätten sie ihre Abfindungen gefährden können.“ Ob die rund 630 Mitarbeiter der Stammbelegschaft im Falle ausbleibender schriftlicher Zusagen „noch so fleißig arbeiten, sei dahingestellt“, sagte Fischer. 

HAP-Penzberg: Keine Aussagen nach großem Brand am Wochenende

Eine Sprecherin der Hörmann Holding teilte indes schriftlich mit, man stehe in Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall und wolle derzeit keine ausführliche Stellungnahme abgeben. Auch zu möglichen Schäden durch den Brand einer Absauganlage bei der „Hörmann Automotive Penzberg GmbH“ (HAP), äußerte sie sich nicht.Das Feuer am Freitagabend hatte zu einem Großeinsatz der Feuerwehren Penzberg und Seeshaupt sowie weiterer Einsatzkräfte geführt. Von Franziska Seliger

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