Ist Meghans Baby schon da? Krankenwagen steht vor Harrys und Meghans Anwesen

Ist Meghans Baby schon da? Krankenwagen steht vor Harrys und Meghans Anwesen
+
Für das in Rot markierte Grundstück war die Chalet-Bauvoranfrage gestellt woroden. 

Penzberger Bauausschuss trifft Entscheidung

St. Johannisrain: Chalet-Pläne vom Tisch

  • schließen

Die Ferienchalet–Pläne in St. Johannisrain sind vom Tisch. Der Penzberger Bauausschuss lehnte am Dienstag einstimmig die dazu nötige Außenbereichssatzung ab. Er reagierte damit auf die Einwände der Anwohner in dem Penzberger Ortsteil.

Penzberg– Im Februar hatte die „August Liebhard GmbH“ bei der Stadt Penzberg angefragt, ob in St. Johannisrain vier Ferienchalets errichtet werden dürften – quasi als kleine Geschwister des „Stadthotel Berggeist“. Der Stadtrat wollte damals vor einer Entscheidung erst einmal die Anwohner zu einer Ortsteilversammlung bitten. Dazu kam es aber nicht. Die St. Johannisrainer waren schneller. Sie trafen sich schon vorher, formulierten eine Stellungnahme und schickten sie ans Penzberger Rathaus. Die klare Botschaft: Sie lehnen die Außenbereichssatzung ab, die für den Bau von Ferienchalets nötig wäre.

Eindruck machte die Stellungnahme – sie wurde laut Stadt von allen Anwohnern unterschrieben – am Dienstagabend im Bauausschuss. Er lehnte es einstimmig ab, eine Außenbereichssatzung auf dem Weg zu bringen und empfahl ein Nein auch dem Stadtrat. Die Anwohner schreiben, dass sie die gewerbliche Nutzung von Gebäuden – außer für die Landwirtschaft – ablehnen. Das gilt ebenso für eine von außen herangetragene Überfremdung des Ortes zum Zwecke einer kommerziellen Nutzung, den Ausbau der einspurigen Anliegerstraße zu einer zweispurigen Erschließungsstraße sowie für mögliche Kosten, die ihnen durch den Anschluss von St. Johannisrain ans städtische Abwassernetz entstehen könnten. Der dörfliche Charakter, so die Anwohner, solle erhalten bleiben. Zugleich schreiben sie, dass den ansässigen Bewohnern bauliche Entwicklungspotenziale ermöglicht werden sollten, um den Ort wandlungs- und anpassungsfähig zu halten. Und: Neubauten sollten nur Wohnzwecken dienen.

Vizebürgermeister Johannes Bauer (Grüne), der die Ausschusssitzung leitete, dankte den Anwohnern für ihre Initiative, die gemeinsame Stellungnahme zu formulieren. Sie sei überzeugend. Seine Fraktionskollegin Kerstin Engel schloss sich dem an. „Es freut mich, dass die Anwohner den Charakter von St. Johannisrain erhalten wollen.“ Sie verwies auf Österreich, wo es viele Chalets gibt. „Die Österreicher leiden sehr darunter.“ Genau die Idylle, die Touristen suchen, werde durch touristische Entwicklung zerstört, sagte sie. Was aber Wohnraum für Anwohner betrifft, werde man die Spielräume nutzen, so Engel. Bestätigt sah sich in seiner Ablehnung ebenso Manfred Reitmeier (BfP): „Ich bin froh, dass das Thema vom Tisch ist.“ Er hatte bei den vorherigen Sitzungen vor allem darauf hingewiesen, dass die Infrastrukturprobleme nicht lösbar seien.

Ein Umdenken fand indes in der SPD-Fraktion statt, die im Vorfeld zwar nicht für die Ferienchalets, aber für eine Außenbereichssatzung argumentiert hatte. „Ihre Stellungnahme hat mich überzeugt“, sagte Regina Bartusch in Richtung der vielen St. Johannisrainer, die zur Sitzung gekommen waren. Zuvor hatte die SPD eine Satzung noch damit verteidigt, dass künftig Anwohner Bauwünsche haben könnten. Nun erklärte Bartusch, man werde deren Bauwünschen nach Paragraf 35 Baugesetzbuch – er regelt das Bauen im Außenbereich – „aufgeschlossen gegenüberstehen“.

Noch in derselben Sitzung stellte der Ausschuss dies unter Beweis. Er segnete einstimmig einen Antrag für ein bestehendes Zweifamilienhaus in St. Johannisrain ab: Der Wohnraum im Dachgeschoss darf erweitert werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Randale statt Biergarten-Brotzeit - was ist nur aus dem Gögerl geworden?
Wiederholt sind Unbekannte in den seit Jahren leerstehenden Gasthof am Gögerl eingebrochen und haben schlimm randaliert. Die Polizei sucht dringend nach Zeugen.
Randale statt Biergarten-Brotzeit - was ist nur aus dem Gögerl geworden?
Gedenkfeier in Seeshaupt: Nach 74 Jahren Besuch am Ort der Befreiung
74 Jahre hat sich Cvi Schwarcz Zeit gelassen, an seinen Befreiungsort zurückzukommen. Am 30. April 1945 war der damals 15-Jährige aus einem Güterzug befreit worden.
Gedenkfeier in Seeshaupt: Nach 74 Jahren Besuch am Ort der Befreiung
WM
Stefan Zirngibl aus Weilheim weiter Kreishandwerksmeister
Stefan Zirngibl bleibt Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Oberland. Bei der Vollversammlung des Verbandes wurde der Weilheimer Schlossermeister einstimmig …
Stefan Zirngibl aus Weilheim weiter Kreishandwerksmeister
Eintauchen in andere Welten - junge Penzberger Blogger schreiben über Bücher
Jugendliche starren nur noch auf ihr Smartphone und verbringen die Zeit mit Computerspielen, Bücher nehmen sie nicht mehr in die Hand. So lautet ein gern gepflegtes …
Eintauchen in andere Welten - junge Penzberger Blogger schreiben über Bücher

Kommentare