Mehr Penzberger in den Kreistag

Penzberg - Mehr Penzberger in den Kreistag: Das wünschen sich alle örtlichen Parteien. Doch sollen sie dafür  gemeinsam werben? Da ist nicht jeder begeistert.

Penzberg ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis und zugleich der Hauptfinanzier des Landkreises. Schwach vertreten ist Penzberg allerdings im Kreistag, in dem die politischen Entscheidungen getroffen werden: mit nur vier von 60 Kreisräten. Ändern würden dies gern die Penzberger Parteien und Wählervereinigungen bei der Kommunalwahl im März. In den vergangenen Monaten warben sie schon mehr oder weniger deutlich dafür, dass die Penzberger Wähler ihre Kreuzchen hinter Penzberger Kreistags-Kandidaten auf den diversen Listen macht.

Einen Schritt weiter gehen möchte SPD-Ortsvereinschef Markus Kleinen, der bereits im Dezember hatte er davon gesprochen, intensiv mit den anderen Parteien dafür werben zu wollen, dass Penzberger für Penzberger stimmen. Auch beim Neujahrsempfang sprach er dies an. Auf Nachfrage erklärte Kleinen die Idee: ein gemeinsames Plakat, auf dem die Köpfe der Penzberger Kreistags-Kandidaten mit Liste und Listenplatz zu sehen sind.

Dass der Osten des Landkreises stärker im Kreistag vertreten ist, hält auch CSU-Chef André Anderl für wichtig. Er hatte sich schon im Dezember dem Appell Kleinens angeschlossen. Über den Vorschlag eines gemeinsamen Plakates könne er aber nichts sagen: „Bei mir ist da noch nichts angekommen.“ Auch BfP-Chef Bertram Kölsch weiß noch nichts Konkretes von der Aktion. Grundsätzlich möchte aber auch er, dass Penzberg stärker im Kreistag vertreten ist.

Dass Penzberg unterrepräsentiert ist, will der Penzberger Grünen-Kreisrat Klaus Adler gar nicht abstreiten. Die Idee mit dem gemeinsamen Plakat lehnt er aber ab. Es wäre, als ob Penzberg den Kampf gegen den Rest aufnimmt, sagt er. „Ich bin nicht so begeistert, weil es auch wieder Zeiten geben wird, in denen es Penzberg nicht so gut geht und wir die Solidarität der anderen brauchen." (mehr in der Donnerstagsausgabe)

Rubriklistenbild: © dpa

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