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Krisenmanager: Alexander Dobrindt kommt zum Gespräch nach Penzberg; rechts CSU-Chef Nick Lisson.

Krisengespräch: Penzberger CSU wendet Spaltung ab - aber nur vorerst

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Die CSU in Penzberg hat ihre Spaltung abgewendet - zumindest vorerst. Das ist das Ergebnis eines Krisengesprächs mit Alexander Dobrindt. Vom Tisch ist eine Spaltung aber nicht.

Penzberg – Die Penzberger CSU hat die Spaltung ihres Ortsverbands und ihrer Stadtratsfraktion vorerst abgewendet. Ende August soll es ein weiteres Treffen der beiden Seiten geben, die seit der Vorstandswahl von CSU-Chef Nick Lisson im Clinch liegen. Am Freitag trafen sich CSU-Mitglieder aus Vorstand und Fraktion zu einem zweistündigen Krisengespräch. Moderator war Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in seiner Funktion als Kreisvorsitzender. CSU-Chef Nick Lisson sagte auf Nachfrage, man habe sich in guter Atmosphäre ausgetauscht. „Es gibt einen Vorschlag, wie wir die Zusammenarbeit künftig stärken können.“ Man treffe sich Ende August wieder. „Bis dahin machen wir unsere Hausaufgaben“, so Lisson.

Die Spaltung wurde zwar vorerst abgwendet. Ob dies allerdings von Dauer ist, bleibt trotz des Krisengesprächs offen. Weiterhin steht im Raum, dass sich ein Teil des CSU-Ortsverbands und der Stadtratsfraktion zu einer neuen parteifreien Wählergruppe formieren könnte. Als Kandidaten gelten Fraktionschef André Anderl, Michael Kühberger, Maria Probst und Jack Eberl. Der Übertritt in eine andere Fraktion wurde dagegen schon im Vorfeld ausgeschlossen. Im Laufe der nächsten rund eineinhalb Monate soll eine Entscheidung fallen, ob der CSU-Ortsverband zusammenbleibt. 

Fraktionsvorsitzender André Anderl sprach – wie Lisson – von einer guten Atmosphäre. Jeder habe seine Meinung in dem Gespräch vertreten. Nun gebe es Vorschläge, über die beide Seiten zunächst intern reden müssten. „Wir müssen schauen, ob sie konsensfähig und ein möglicher Weg sind.“ Anderl bestätigte zugleich, dass es Ende August zu einem weiteren Treffen kommen soll. Zu den Vorschlägen wollte sich der Fraktionschef nicht äußern. Vom Tisch sind offenbar aber Rücktrittsforderungen gegenüber den CSU-Vorsitzenden Lisson, die im Vorfeld geäußert worden waren.

Krisenmanager Dobrindt ließ auf Anfrage mitteilen: „Das Treffen war sehr hilfreich, und das Gespräch verlief in guter Atmosphäre. Die Teilnehmer haben eine Vorstellung entwickelt, wie sie ihre weitere Zusammenarbeit stärken können.“ Von beiden Seiten bekam Dobrindt auf jeden Fall einhellig Lob. Es sei sehr hilfreich gewesen, dass er dabei war, erklärte CSU-Chef Lisson. Er sei dafür dankbar. Fraktionschef Anderl sagte, es sei unglaublich, wie sich der Minister mitten im Wahlkampf und trotz Terminstress’ Mühe gebe, den Ortsverband zusammenzuhalten. „Hut ab vor Alexander Dobrindt, egal wie es am Ende ausgeht.“

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