1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Penzberg

Wenn sich ein Pfarrer vom Kirchturm abseilen lässt: Zwölf witzige Kalenderfotos für 2023

Erstellt:

Von: Wolfgang Schörner

Kommentare

Drei der humorvollen Kalender-Bilder zeigen (vorne v.l.) Ideengeberin und Kulturgemeinschaft-Vizevorsitzende Monika Uhl, Kulturgemeinschaft-Vorsitzender Thomas Sendl und Iris Ihßen vom Förderverein des Don-Bosco-Jugendhauses; hinten (v.l.) Stefan Fuchs, Lena Schabert, Antonia Hoppe und Catrin Bocksberger vom Kalender-Team, Tina Hartmann vom Förderverein des Don-Bosco-Hauses und die Kulturgemeinschaft-Gründungsmitglieder Inge Wagner, Maria Pietsch, Michael Ploppa, Franz Wagner und Gerhard Pietsch. Idee der Kulturgemeinschaft – Erlös fließt an den Förderverein des Don-Bosco-Hauses
Drei der humorvollen Kalender-Bilder zeigen (vorne v.l.) Ideengeberin und Kulturgemeinschaft-Vizevorsitzende Monika Uhl, Kulturgemeinschaft-Vorsitzender Thomas Sendl und Iris Ihßen vom Förderverein des Don-Bosco-Jugendhauses; hinten (v.l.) Stefan Fuchs, Lena Schabert, Antonia Hoppe und Catrin Bocksberger vom Kalender-Team, Tina Hartmann vom Förderverein des Don-Bosco-Hauses und die Kulturgemeinschaft-Gründungsmitglieder Inge Wagner, Maria Pietsch, Michael Ploppa, Franz Wagner und Gerhard Pietsch. © Wolfgang Schörner

Zwei Bergwachtler seilen sich vom Christkönigturm ab. Vier Musiker der Stadt- und Bergknappenkapelle schreiten über einen Zebrastreifen – wie einst die Beatles an der Abbey Road. Zu sehen ist dies auf zwei von zwölf humorvollen Fotos eines neuen Jahreskalenders „für, mit und von Penzberger Vereinen“, der jetzt für einen guten Zweck erscheint.

Penzberg – Herausgegeben wird der Kalender 2023 von der Kulturgemeinschaft Penzberg. Die Idee stammt von der Vizevorsitzenden Monika Uhl, die das Projekt mit Antonia Hoppe, Catrin Bocksberger, Lena Schabert und Stefan Fuchs umgesetzt hat. Erscheinen soll der Kalender Mitte Oktober. Der Erlös fließt an den Förderverein des Penzberger Don-Bosco-Jugendhauses. Am Dienstag wurde er vorgestellt.

Kulturgemeinschaft Penzberg wird heuer 20 Jahre alt

Anlass ist, dass die Kulturgemeinschaft heuer ihr 20-Jähriges feiert. Sie war 2002 von einer Runde um Ehrenfried Mock, Franz Wagner und Nikolaus Lutz gegründet worden, um kulturelle Aktivitäten zu unterstützen. Die erste Spende sei damals für die Barbarakapelle auf der Berghalde gewesen, erinnert sich Inge Wagner. Insgesamt seien in den 20 Jahren über 60 Projekte mit über 200 000 Euro unterstützt worden, so Vorsitzender Thomas Sendl. Darunter war der Einbau des Jesaja-Fensters von Heinrich Campendonk in der Christkönigskirche und die Ergänzung von Straßennamensschildern mit Erklärungen.

Zum Geburtstag ein Kalender „für, mit und von Penzberger Vereinen“

Für das 20-Jährige habe man sich etwas Besonderes ausgedacht, sagte Sendl am Dienstag im Bürgerbahnhof, einen Kalender „für, mit und von Penzberger Vereinen“. Die Kulturgemeinschaft trage 5000 Euro dazu bei, die Druckkosten übernehme die Stadt. Verkauft wird der Kalender für 10 Euro. Der Erlös, so Sendl, gehe an den Förderverein des Don-Bosco-Jugendhauses, der vor „denkbar großen Aufgaben“ stehe. „Wir hoffen, dass eine beachtliche Summe zusammenkommt“, fügte der Vorsitzende an.

Zwölf humorvolle und aufwendig inszenierte Kalenderbilder

Entstanden sind für den Kalender zwölf humorvolle, aufwendig inszenierte und qualitativ hochwertige Bilder, zum Beispiel von den Penzberger Bergwachtlern, die sich vom Christkönigsturm abseilen, den Musikern der Stadt- und Bergknappenkapelle, die wie die Beatles über einen Zebrastreifen schreiten, und von den drei Bürgermeistern, die mit Schwimmreifen und aufblasbarer Brezen vor der Familienbad-Baustelle posieren. Zu finden sind im Kalender auch Feuerwehr, Faschingsverein, Oberlandler Volkstheater, Kaninchenzüchter, AWO, Jungritter, Trachtenvereine, Sportvereine und Bergknappen.

Erlös ist für Förderverein des Don-Bosco-Jugendhauses

Es habe sie wahnsinnig gefreut, dass die Vereine nach zwei Sekunden Überlegen sofort dabei waren, erzählte Monika Uhl. „Sie haben sich auch auf Quatsch eingelassen.“ Schließlich sollten witzige Fotos – gemacht von Lena Schabert – entstehen. Den Vogel schoss wohl der katholische Pfarrer Bernhard Holz ab: Er ließ sich für das Foto von der Bergwacht vom Kirchturm abseilen. Zu jedem Kalenderbild gibt es zudem einen Kurzfilm, den Stefan Fuchs gedreht hat, abrufbar per QR-Code. Darin werben die Vereine für sich. Sie hoffe, so Uhl, dass man viele Penzberger begeistern könne, auch über die zehn Euro hinaus für den Förderverein des Don-Bosco-Jugendhauses zu spenden.

Dessen Vizevorsitzende Iris Ihßen dankte bei der Präsentation der Kulturgemeinschaft und der Stadt. Die Kinder im Jugendhaus hätten „eigentlich keine Lobby“, sagte sie. Der Förderverein wolle helfen, ihnen eine Umgebung zu schaffen, in der sich Kinder und Erzieher wohlfühlen. Gern gesehen sind auch neue Fördermitglieder.

Mehr als 120 Vereine: „Viel Potenzial für weitere Kalender“

Der städtische Vereins- und Ehrenamtsförderer Thomas Kapfer sagte, dass es in Penzberg mehr als 120 Vereine gebe, ein Beleg, wie vielfältig die Stadt sei. Sie bräuchten mehr denn je Plattformen, auf denen sie sich präsentieren können. Der Kalender sei da eine weitere Facette, so Kapfer. Kulturgemeinschaft-Chef Sendl orakelte angesichts der Zahl von 120 Vereinen schon mal: Das sei „viel Potenzial für weitere Kalender“ in den nächsten Jahren.

Erhältlich ist der Kalender ab Mitte Oktober 2022 bei: Trachtenstube Inge, Stadt Penzberg, VHS, katholisches Pfarrbüro, Rid Modewelt, Purzmurzel Spielhaus, Café Bistro Extra, Kosmetik & Beauty Uhl, HypoVereinsbank, La femme, Jugendhaus Don Bosco und Oberland Versicherungsservice. Verkauft wird er auch beim Christkindlmarkt.

Auch interessant

Kommentare