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Auf der Motorhaube seines Kontrahenten wurde der rabiate 52-Jährige zur Polizeiinspektion chauffiert. 

Rabiater 52-Jähriger

Wilde Verfolgungsjagd in Penzberg: Mann fährt auf Motorhaube zur Polizeiinspektion

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Kurios endete in Penzberg eine Verfolgungsjagd - mit einem Mann, der sich auf einer Motorhaube festkrallte und so zur Polizei chauffiert wurde.

Penzberg - Es war das kuriose Ende einer Verfolgungsjagd, die bei Schechen zwischen Seeshaupt und Iffeldorf begann: Etwa hundert Meter vor der Penzberger Inspektion – so schildert es die Polizei – sprang ein Eurasburger (52) seinem Opfer, einem Penzberger (70), auf die Motorhaube und krallte sich an den Scheibenwischern fest. Gleichzeitig trommelte die Beifahrerin des Eurasburgers an die Scheibe der Fahrertür. Der verängstigte Penzberger wusste sich nicht mehr zu helfen und fuhr langsam los: zur nahen Polizei-Dienststelle, wo er Hilfe erhielt.

Seinen Anfang genommen hatte die Geschichte auf einer engen Straße bei Schechen. Dort kamen sich am Sonntag kurz nach Mittag der Penzberger und der Lieferwagen-Fahrer aus Eurasburg entgegen. Beide Fahrzeuge bremsten zunächst bis zum Stillstand ab. Als sie dann auf gleicher Höhe waren, so die Polizei, folgte zwischen beiden Fahrern ein Wortwechsel durch die geöffneten Seitenscheiben. Daraufhin fuhr der Penzberger weiter in Richtung Iffeldorf.

In einer Sackgasse sprang der 52-Jährige auf

Kurz nach Sanimoor bemerkte er jedoch, dass der Lieferwagen plötzlich hinter ihm war. Der Fahrer habe mehrfach gehupt, aufgeblendet und mit den Fäusten herumgefuchtelt, so die Polizei. Der 70-Jährige bekam Angst und fuhr weiter in Richtung Penzberg, wo er beschloss, den Weg zur Polizei zu nehmen. Sein Pech: Bei der Stadthalle bog er in eine mittlerweile gesperrte Durchfahrt zur Inspektion ein – der Lieferwagen immer noch hinter ihm. Laut Polizei versuchte der Penzberger zwar, wieder aus der Sackgasse zu rangieren, der Eurasburger stellte jedoch sein Fahrzeug quer und sprang aus seinem Wagen. Als der Penzberger langsam anfuhr, legte der 52-Jährige seine Hände auf den Pkw, machte dann einige Schritte rückwärts und sprang schließlich auf die Motorhaube, wo er bis zur Polizeidienststelle blieb.

Laut Polizei kam es zu keinen direkten Tätlichkeiten. Gegen den Eurasburger und seine Beifahrerin sei aber ein Strafverfahren eröffnet worden. Ob das Auto des Penzbergers durch die Aktion beschädigt wurde, müsse noch geklärt werden.

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