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Das Innere der Layritzhalle in Penzberg: derzeit ein Parkplatz.

Rettungszentrum: Eine Vision auf fünf Etagen

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Noch handelt es sich nur um eine Vision. Aber es kristallisiert sich heraus, wie in Penzberg ein Rettungszentrum auf dem Areal der Layritzhalle für Feuerwehr, Polizei und BRK aussehen könnte.

Penzberg - Planer Stephan Jocher stellte seine Konzeptstudie diese Woche im Stadtrat vor. In der Layritzhalle hätten ihm zufolge die Feuerwehr und deren Fahrzeuge alle Platz. Dort müssten auf der Hallen-Längsseite Tore geschaffen werden, wie man sie von der bestehenden Fahrzeughalle kennt. Zusätzlich ist auch ein Übungsturm möglich. „Die Halle gibt einfach was her“, sagte Jocher in der Sitzung.

Über der Fahrzeughalle, so sein Vorschlag, könnte ein eigenes Parkdeck fürs Rettungszentrum mit zirka 75 Stellplätzen entstehen. In seiner Studie hat der Planer über dem Parkdeck noch drei weitere Geschosse in die Halle eingezogen, samt Lichthof in der Mitte. Dort würden jeweils über 2000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Bei den zwei obersten Geschossen sprach Jocher von „Reserveflächen“.

Polizei und BRK ziehen, so der Vorschlag, nicht in die Layritzhalle ein. Laut Planer würde für die Polizei ein neues eigenes Gebäude zwischen der Halle und dem Stadtwerke-Haus entstehen. Nach Jochers Studie hätte es Ausmaße von rund 29 auf 15 Meter, zwei Stockwerke und einen geschlossenen Innenhof. Für das BRK samt Wasserwacht und Bergwacht würde zudem ein Haus auf der anderen Seite der Halle gebaut. Es wäre etwas größer als die Polizeiinspektion und hätte Ausmaße von 47 auf 20 Meter, ebenfalls zwei Geschosse sowie eine Waschhalle. Die freie Fläche zwischen der Layritzhalle und dem städtischen Bauhof könnte als Übungshof für die Feuerwehr genutzt werden, ein Vorschlag, der laut Jocher von der Feuerwehr selbst kam. Ausrücken würden die Retter über die bisherige Zufahrt in Richtung Nonnenwaldstraße und über eine Verlängerung der Straße, die derzeit bei der Halle noch in einer Sackgasse endet. Zusätzlich könnte es eine Zufahrt über den Innenhof geben, wo sich das Unternehmen Dekra befindet.

Er sei selbst skeptisch gewesen, ob Feuerwehr, Polizei und BRK auf dem Areal unterzubringen sind, sagte Stephan Jocher in der Stadtratssitzung. Als die Blaulichtorganisationen im Arbeitskreis aber mit ihren Raumwünschen ins Detail gingen, legte sich die Skepsis. Jocher betonte in der Stadtratssitzung allerdings, dass die Planung erst ganz am Anfang stehe. Man müsse jetzt in die Tiefe gehen, sagte er. Das heißt: Aus der Vision soll eine belastbare Planung werden. Was der Stadtrat diese Woche einstimmig in die Wege leitete. Er beauftragte Jocher und fünf Fachplaner aus Penzberg, Weilheim und Benediktbeuern, eine Machbarkeitsstudie für das „Blaulichtzentrum“ zu erstellen. Sie soll bis Juni 2018 vorliegen, Dann gebe es auch Zahlen zu den Kosten, hieß es. Auf der Basis könnten die Fördermöglichkeiten ausgelotet werden. „Irgendwann wird man dann die Entscheidung treffen müssen, ob man es macht“, sagte Jocher. „Aber dazu braucht man seriöse Zahlen.“

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