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Gute Laune: Ludwig Schmuck (Mitte) feiert seinen siebzigsten Geburtstag.

Ein echtes Urgestein

„Bürgermeister der Herzen“: „Wiggerl“ Schmuck feiert seinen 70. Geburtstag

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Ludwig Schmuck ist bekannt in Penzberg: Als der „Wiggerl“ seinen 70. Geburtstag feiert, ist die Liste der Gratulanten entsprechend lang

Penzberg– Ein wenig schwarzer Humor darf zum Siebzigsten schon sein. Da hält sich Ludwig Schmuck an Walter Biersack. Als der seinen Neunzigsten feierte, erzählt Schmuck, habe dieser gesagt: „Neunzigsten zu feiern ist einfach, wennst vorher nicht stirbst.“ Das hat etwas von Karl Valentin.

Große Feier

Den Spruch zitierte Ludwig Schmuck am Freitag bei seiner großen Feier zum 70. Geburtstag, zu dem viele Weggefährten aus BRK, Politik und Vereinen in die Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ gekommen waren, genau dort, wo er vergangenen Mittwoch vor 48 Jahren mit seiner Frau Anna auch Hochzeit gefeiert hatte. Ganz so einfach ist es für Ludwig Schmuck aber dann doch nicht mit dem Siebzigsten, wie er erzählt. Seine Eltern und zwei Brüder seien gestorben, bevor sie dieses Alter erreichten.

Ein „roter Schwarzer“

Ludwig Schmuck, ein roter Schwarzer, wie das CSU-Mitglied im Zeichen der politischen Farbenlehre gern mal genannt wird, ist seit 2008 dritter Bürgermeister und wie Johannes Bauer mit 30 Jahren dienstältestes Stadtratsmitglied in Penzberg. 37 Jahre lang war Schmuck hauptamtlich beim BRK beschäftigt, zwei Jahrzehnte lang als Leiter der Rettungswache. Er gehört zahlreichen Penzberger Vereinen an, zeitweise auch als Vorsitzender.

Spross einer Bergmannsfamilie

Ludwig Schmuck ist Spross einer Penzberger Bergmannsfamilie. Er wurde am 17. Januar 1950 als siebtes von acht Kindern geboren. Bundespräsident Theodor Heuss habe damals die Ehrenpatenschaft übernommen, so Schmuck. Und 200 Mark gab es obendrauf. So war das beim siebten Kind. Als er 14 Jahre alt war, meldete ihn sein Vater als Lehrling im Penzberger Bergwerk an. Ludwig Schmuck wollte allerdings Schlosser werden und begann als Schlosserlehrling über Tage. Später sattelte er zum Maurer um, in den 1970er Jahren wurde er Hauptamtlicher beim BRK. 

„Bürgermeister der Herzen“

„Du bist ein Unikat und der Bürgermeister der Herzen“, sagte Bürgermeisterin Elke Zehetner bei der Feier am Freitag. Mit ihr geht er gern auf Gratulationstour zu Goldenen Hochzeiten und runden Geburtstagen. „Der Wiggerl kennt alle und weiß alles“, sagte Zehetner. Und zweiter Bürgermeister Johannes Bauer fügte mit Blick auf die Kommunalwahl an: „Wenn Dich jeder wählt, bei dem Du auf der Goldenen Hochzeit oder beim Geburtstag warst, bist Du sicher im nächsten Stadtrat.“

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