Michael Zießelsberger und Marianne Rinder schätzen die Vielfalt auf den Streetfood-Markt, der Sonntag deutlich vom parallel stattfindenden Martinsmarkt profitierte.
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Michael Zießelsberger und Marianne Rinder schätzen die Vielfalt auf den Streetfood-Markt, der Sonntag deutlich vom parallel stattfindenden Martinsmarkt profitierte.

Martinsmarkt, Streetfood und verkaufsoffener Sonntag

Penzberg: Schlemmer-Bummel-Synergieeffekte

Martinsmarkt, Streetfood und verkaufsoffener Sonntag sorgten in Penzberg für einen Synergieeffekt. Und so zeigten sich die Betreiber der Foodtrucks trotz des schlechten Wetters zufrieden mit dem Besucheraufkommen.

Penzberg – Für Michael Zießelsberger gehört der Besuch auf dem Martinsmarkt und dem Streetfood-Markt zum Jahresablauf. Er hat mit einer Thüringer Bratwurst angefangen, und war mittags über griechisches Tsatsiki zur vietnamesichen Rindfleischsuppe mit Zitronengras gekommen.

Der Penzberger schätzt die Vielfalt der angebotenen Speisen: „Da muss man nicht weit wegfahren für diese Spezialitäten, hier kommt die ganze Vielfalt zu einem her.“ Und diese Vielfalt reiche von „außergewöhnlich über einzigartig bis gewöhnungsbedürftig“.

Mehmet Akin hoffte mittags auf mehr Kunden am Nachmittag für seinen Gardinenstand.

Mit gewöhnungsbedürftig meint er, dass ihm viele Speisen zu wenig fett sind. Er verstehe das zwar, denn „wenn einer am Computer arbeitet, dann reicht ihm ein Müsliriegel pro Tag“, er als Stahlbetonbauer ziehe aber Nahrhafteres vor. So hat er sich auch Salbei-Salami zum Mitnehmen gekauft, „mit Salbei, weil Salbei gesund ist“, wie er betont.

„Man merkt, dass die Leute raus wollen“, stellt der Veranstalter des Streetfood-Markts Marcel Harsanyi fest. Sein Markt sei trotz des schlechten Wetters gut besucht gewesen, weil er nach den Einschränkungen, die es seit vorigem Jahr gibt, wieder eine Abwechslung biete. Hinzu komme, dass gleichzeitig der Martinsmarkt läuft, und dass in der Stadt verkaufsoffener Sonntag ist.

Diese Märkte „bereichern sich gegenseitig“, so seine Feststellung. 18 Foodtrucks, über 30 Fieranten und zahlreiche geöffnete Geschäfte – das ziehe Besucher in die Stadt. Die Betreiber der Trucks waren durchweg zufrieden.

Insgesamt 18 Foodtrucks machten Station auf dem Stadtplatz – von der Bratwurst bis zum mexikanischen Süßgebäck war alles im Angebot.

Zwar sei der Samstag wegen des Regens schwach besucht gewesen, insgesamt laufe es aber gut, so die Feststellung von Viktor Szabó. Er ist aus Dunaalmási, einem kleinen Ort an der Donau zwischen Györ und Budapest gekommen. Er bietet die ungarische Spezialität Lángos an, einen frittierten Hefeteigfladen mit salzigem oder süßem Belag.

Besonders gut gehen bei kaltem Wetter die süßen Sachen, wie Peter Moser feststellt, der Donuts aus Hefeteig bäckt. Auch bei ihm war der Sonntag der bessere Tag. Gut lief das Geschäft auch für Gökhan Ates, der Burger anbietet. Es stellte fest, das jetzt viele Leute auf den Markt kommen, denen im vergangenen Jahr „einfach etwas gefehlt hat“. Auf dem benachbarten Martinsmarkt herrschte bis Mittag noch wenig Andrang. Laut Monika Schmid von der „Hexenküche“ war am Vormittag der Besuch „noch sehr bescheiden“. Dies sage aber nichts, denn die meisten Marktbesucher kämen erst ab 14 Uhr.

Parallel zum Streetfood-Festival lockte der Martinsmarkt zahlreiche Wochenend-Spaziergänger in die Innenstadt.

Nicht anders sah es bei Mehmet Akin aus, der Tischwäsche anbot. Bis Mittag ging nicht viel, „aber abgerechnet wird erst am Abend“, so der Fierant aus Balingen. „Das Wetter und Corona“ sieht ein Fierant aus der Gamischer Region als Grund dafür, dass wenige Kunden kamen. Manche Leute würden sich nicht aus dem Haus trauen, so seine Vermutung.

Ein Kollege aus dem Miesbacher Raum hingegen freute sich darüber, dass es überhaupt einen Markt gibt. Nach den lang anhaltenden Beschränkungen sei dies schon etwas Positives, darin war er sich mit den Kollegen einig.

VON ALFRED SCHUBERT

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