Messerangriff in Penzberger Wohnung: 20 Polizeibeamte im Einsatz

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es am Dienstagabend in Penzberg gekommen. Ein Iraner hatte in einer Wohnung einen Landsmann mit einem Messer angegriffen.

Penzberg - Es hatte damit begonnen, dass ein Iraner (28) einen Nachmieter für seine Wohnung in Penzberg suchte. In der Wohnung leben er und zwei andere anerkannte Asylbewerber. Allerdings geriet der junge Mann darüber mit seinem 36-jähriger Mitbewohner, ebenfalls aus dem Iran, in Streit. Dieser war nämlich nicht damit einverstanden, dass der 28-Jährige sein Zimmer an einen Mann aus Nigeria vermieten wollte.

Der Nigerianer war zur Besichtigung gekommen. Als dieser die Wohnung wieder verließ, stellte der 36-Jährige den 28-Jährigen lautstark zur Rede. Der Streit eskalierte. Zunächst, so die Polizei, schnappte sich der Ältere einen Stuhl, um damit auf den Jüngeren einzuschlagen, was ihm jedoch nicht gelang.

Der 36-Jährige packte daraufhin laut Polizei ein Messer, das in der Wohnung herumlag, und stach mehrmals auf den Hinterkopf des Jüngeren ein. Der 28-Jährige erlitt dabei Verletzungen. Er blutete stark. Da der 28-Jährige sich wehrte und ihm der dritte Mitbewohner zu Hilfe kam, gelang es den beiden, den Angreifer zu entwaffnen und zu Boden zu bringen.

Die Polizei - die Attacke ereignete sich gegen 18 Uhr - fuhr mit insgesamt zehn Streifenwagen, also zwanzig Beamten, zum Einsatz. Die Penzberger Inspektion rief dabei ihre Kollegen aus Murnau und Bad Tölz zu Hilfe. Auch ein Notarzt wurde gerufen, der den verletzten 28-Jährigen vor Ort behandelte - ein Transport in das Krankenhaus war dadurch nicht mehr notwendig.

Die Polizei nahm den Messerangreifer vorläufig fest und brachte ihn zur Penzberger Inspektion. Bei ihm konnten laut Polizeiangaben auch Betäubungsmittel aufgefunden werden. Der Mann wurde danach wieder entlassen. Ihn erwartet laut Polizei ein umfangreiches Strafverfahren.

Rubriklistenbild: © dpa / Friso Gentsch

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