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Die Leerrohre sind verlegt, die Glasfaserkabel können eingezogen werden. In Nantesbuch ist man bei den letzten Arbeiten. 

Breitband in Nantesbuch bis zum Haus.

750 Meter mehr Datenautobahn

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Penzberg – Die Stadt Penzberg verwirklicht ein Stück mehr schnelle Datenautobahn.  Der Ortsteil Nantesbuch erhält jetzt Breitband direkt bis zum Haus.

 Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt sind so gut wie fertig. Verlegt wurden rund 750 Meter Glasfaserkabel von Maxkron hoch nach Nantesbuch. Dies teilte das Kommunalunternehmen Stadtwerke gestern mit.

Dessen Abteilung „Stadtnetz Penzberg“ ließ die Leerrohre samt Kabel verlegen. Und zwar eigenwirtschaftlich, wie der „Stadtnetz“-Beauftragte Michael Futterknecht sagt. Das Vorhaben lief nicht über das bayerische Förderprogramm, sondern wurde selbst finanziert. Futterknecht beziffert die Kosten für den ersten Nantesbucher Abschnitt auf rund 18 000 Euro. Die Stadt kam jedoch günstiger weg, weil laufende Tiefbauarbeiten des Stromnetzanbieters „Bayernwerk“ genutzt wurden. Das sparte Geld und war vor allem logistisch einfacher, so Futterknecht.

In der schmalen Nantesbucher Durchfahrt rund um die Kirche laufen nun die letzten Restarbeiten. Eine Ampelschaltung regelt den Verkehr. Was allerdings dann noch fehlt, ist eine rund 500 Meter lange Verbindung rüber nach Oberdorf, zum dortigen Glasfaserendpunkt. Die Lücke soll 2017 in einem zweiten Bauabschnitt geschlossen werden. Ab Sommer kommenden Jahres dürfen sich dann die Nantesbucher „über die seit jeher schmerzlich vermisste Breitbandanbindung ans Internet freuen“, teilen die Stadtwerke mit.

Mit Nantesbuch vervollständigen die Stadtwerke weiter das Breitband-Mosaik in Penzberg. Vorstand Josef Vilgertshofer sieht die Anbindung der bisher schlecht versorgten Randregionen „als wichtige Aufgabe eines regionalen Infrastrukturbetriebs“. Die Sparte „Stadtnetz Penzberg“ sorgt nämlich für die Verlegung der Datenautobahn, für den Netzbetrieb ist die Rosenheimer Stadtwerke-Tochter „komro“ verantwortlich. Ein weiterer Kooperationspartner beim Breitband ist der regionale Internetanbieter „M-net“, dessen Mitgesellschafter die Stadtwerke München sind. Das Unternehmen war unter anderem Ende 2012 mit im Boot gewesen, als „Stadtnetz“ die Bereiche Kirnberg, Steigenberg nord und West, Maxkron, Reindl und eben Nantesbuch mit damals bis zu 50 MBit/s starken Verbindungen erschloss.

„Stadtnetz Penzberg“ und „komro“ bringen zusammen das Produkt „Glasfaser Penzberg“ auf den Markt. Damit erhalten die Kunden laut Vilgertshofer eine Online-Anbindung „mit aktuell bis zu 400 Mbit/s“. Dies war in Nantesbuch bisher nicht der Fall gewesen. Dort gab es lediglich einen langsamen, stationären Breitbandanschluss in DSL-Technik, heißt es bei den Stadtwerken. Sprich: Die schnelle Leitung ging nur bis zum Maxkroner Verteiler und von dort weiter über die Kupferkabel, was wegen der Länge Verluste bei der Datengeschwindigkeit bedeutete. Auch über Funk und Router ging wegen Empfangsproblemen nicht viel.

Generell sieht Glasfaser-Beauftragter Michael Futterknecht die Stadt beim schnellen Internet mittlerweile gut aufgestellt. Bis zu 400 MBit/s gebe es nun in einzelnen Bereichen. Vor allem die Gewerbe- und Industriegebiete waren die ersten gewesen, aber auch bei den Neubaugebieten wurden die schnellen Datenleitungen vergraben.

Heute starten Arbeiten am früheren FC-Platz

Mit Nantesbuch ist der Glasfaser-Ausbau aber „noch lange nicht abgeschlossen“, sagt Futterknecht. Schon am heutigen Mittwoch sollen die Arbeiten für Leerrohre und Kabel in der demnächst fertiggestellten Wohnanlage im Bereich „An der Freiheit“, „Johann-Dreher-Straße“ und „Josef-Kastl-Straße“ starten. Am ehemaligen FC-Platz werden laut Futterknecht immerhin rund 100 Wohneinheiten mit einem eigenen Glasfaseranschluss versorgt. Und für das Jahr 2017 anvisiert ist der Anschluss einer weiteren unterversorgten „Insel“, wie sie Futterknecht nennt: Der Weiler Rain an der Loisach soll auch Glasfaserkabel bekommen.

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