Das Neubauviertel westlich der Birkenstraße.  Rechts der Straße sollen die Wohnblöcke mit Mietwohnungen entstehen.
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Neubauviertel: Rechts der Straße sollen die Wohnblöcke mit Mietwohnungen entstehen.

Neubauviertel in Penzberg

Vier Reihen mit 149 neuen Wohnungen: Baustart für ersten Block im August geplant

  • vonWolfgang Schörner
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Noch hat der Bau der 149 neuen städtischen Mietwohnungen westlich der Birkenstraße in Penzberg nicht begonnen. Die Planer haben nun aber einen detaillierten Zeitplan vorgelegt. Los gehen soll es mit den Arbeiten am ersten Wohnblock im August. Offen ist allerdings noch, was die Stadt Penzberg an Miete verlangen wird.

Penzberg – Vier Gebäudereihen mit 149 Mietwohnungen sollen im östlichen Teil des Neubauviertels entstehen. Der Bau der vier Reihen erfolgt nicht exakt gleichzeitig, er überlappt sich aber zeitlich stark. Die Arbeiter werden sich quasi Wohnblockreihe für Wohnblockreihe von Süden nach Norden den Hang hinauf zur Wölflstraße vorarbeiten. Baustart ist im kommenden August. Die Fertigstellung aller vier Zeilen ist für März 2024 vorgesehen. Das geht aus dem Zeitplan hervor, den Jochen Weber vom Projektsteuerungsbüro Hitzler Ingenieure diese Woche dem Penzberger Bauausschuss vorgelegt hat.

Baustart: Den Anfang macht der südliche Wohnblock unten am Hang

Den Anfang macht der südliche Wohnblock, der unten am Hang liegt. Anfang August sollen dort die Arbeiten beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende Juni 2023 geplant. Projektplaner Weber rechnet damit, dass die 33 Wohnungen im August oder September 2023 bezugsfertig sind. Baustart der zweiten Wohnblockzeile mit 41 Wohnungen ist im kommenden Oktober (Fertigstellung September 2023), der dritten Zeile mit 35 Wohnungen im Januar 2022 (Fertigstellung Dezember 2023) sowie der vierten und letzten Zeile im März 2022 (Fertigstellung März 2024). Jeweils bezugsfertig sein dürften die Wohnungen zwei Monate nach der Fertigstellung des Blocks.

Reduzierung der Wohnungszahl: Neue Entwurfsplanung und Kostenrechnung

Ursprünglich sollten in den Mehrfamilienhäusern 171 Mietwohnungen entstehen. Eine Stadtratsmehrheit hatte aber, wie berichtet, im vergangenen Oktober wegen der Massivität eine Reduzierung beschlossen. Die Wohnblöcke werden jetzt nicht durchgängig vierstöckig sein, sondern drei und vier Geschosse haben. Es sei „städtebaulich verträglicher“, sagte Projektsteuerer Weber.

Wegen der Änderung mussten die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung angepasst werden. Weber sprach diese Woche davon, dass drei Millionen eingespart würden. In seiner Berechnung beziffert er die Gesamtkosten nach der Umplanung aber auf 53,7 Millionen Euro, was in etwa der Betrag ist, der zuletzt auch für die Variante mit 171 Wohnungen genannt worden war. Weber teilte mit, dass die Berechnung bei der Regierung von Oberbayern eingereicht worden sei. Von dort erwartet die Stadt rund 20 Millionen Euro Fördergeld.

Frage nach künftigen Mietpreis

Noch keine Antwort gibt es auf die Mietpreis-Frage. Im Oktober hatte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) erklärt, dass sich die geplante Miete durch die Änderung von 8,75 Euro auf 9,25 Euro pro Quadratmeter erhöhen könnte. SPD und BfP kritisierten damals die Reduzierung der Wohnungszahl und die womöglich höhere Miete. Zuletzt bat CSU-Fraktionschefin Christine Geiger darum, die nötige Kreditaufnahme so zu gestalten, dass die Miete unter neun Euro liegt.

Im Bauausschuss diese Woche sprach Armin Jabs (BfP) die Mietpreis-Frage noch einmal an. Sie sei entscheidungsrelevant, sagte er. Stadtkämmerer Hans Blank erklärte, dass eine Mietpreiskalkulation erst in der Stadtratssitzung am kommenden Dienstag vorgestellt werde. Bürgermeister Korpan sagte, man habe die Höhe der Mietpreise selbst in der Hand. Werde zum Beispiel die Finanzierung auf 25 statt 20 Jahre ausgelegt, „sind sie vielleicht sogar günstiger“. Jabs wollte in der Sitzung wegen der Wohnungszahl-Reduzierung und der ausstehenden Antwort auf die Mietpreis-Frage den Satzungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplans „Birkenstraße West“ denn auch nicht mittragen. Alle anderen stimmten dafür.

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