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„Geflasht“ von Phantasiewelt - so könnte die Penzberger Rathauspassage einmal aussehen

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Von: Wolfgang Schörner

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Modellraum: Bürgermeister und Stadtratsmitglieder durften ihn am Montagabend als Erste besichtigen.
Modellraum: Bürgermeister und Stadtratsmitglieder durften ihn am Montagabend als Erste besichtigen. © Wolfgang Schörner

Bisher waren die Ideen für die Penzberger Rathauspassage nur auf Papier niedergeschrieben. Am Montag wurde nun ein „Showroom“ enthüllt, der diese Ideen optisch umsetzt. Zum Teil symbolisch, zum Teil real zeigt der Modellraum „wohnZimmer Rathauspassage“ auf 26 Quadratmetern, was auf rund 2000 Quadratmetern der Passage entstehen könnte.

Penzberg – „Wir sind geflasht von den Eindrücken“, sagte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU). Er und ein Dutzend Stadtratsmitglieder waren am Montagabend die Ersten, die den „Showroom“ in der Rathauspassage besichtigen durften. Der kleine Volkshochschulraum zeigt auf 26 Quadratmetern modellhaft, was auf der Karlstraßen-Ebene der Rathauspassage einmal entstehen könnte. Für das seit Mai 2020 laufende Projekt „wohnZimmer Rathauspassage“ der Stadtbücherei in Kooperation mit der Volkshochschule, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, ist das ein Meilenstein. Erstmals werden die vielen Ideen visualisiert.

Modellraum zeigt Café, Tribüne und Co. - teils real, teils an die Wand gemalt

In den Modellraum sind kleine Nischen zu sehen, die ein Café oder Bistro symbolisieren. Gegenüber befindet sich eine Tribüne – die ansteigenden Sitzreihen sind teils real, teils an die Wand gemalt. Dahinter stellen großformatige Wandbilder von Musikern die Idee einer Bühne für Veranstaltungen dar. Anspielungen macht der Modellraum auch darauf, dass die Rathauspassage grüner werden sowie Lernbereiche, Leseecken und Spielzonen bieten soll. Eine Infotheke und eine digitale Anzeige symbolisieren, dass die Rathauspassage künftig auch als Informationsbörse dienen könnte.

Raum stellt im Kleinen dar, was in der großen Rathauspassage möglich ist

Bis Montagabend waren die Scheiben des „Showrooms“ noch von Packpapier verhüllt. In den nächsten Monaten kann er nun von allen Interessenten besichtigt werden, entweder von außen wie bei einem Schaufenster oder nach Voranmeldung von innen. Fast 1000 Menschen hätten sich in den vergangenen Monaten an der Ideensuche für die Passage beteiligt, erzählte Büchereileiterin Katrin Fügener bei der Enthüllung. In dem Modellraum versuche man nun, die Anregungen umzusetzen, als Vision, was möglich wäre. „Wir sind überzeugt, dass es toll geworden ist.“ Innenarchitekt und Projektmoderator Frank Magener sagte, man habe versucht, die Ideen in einer Form zu visualisieren, „die Lust darauf macht, sie umzusetzen“. Man stelle auf kleinen Raum dar, was man im großen Raum der Rathauspassage machen könne. Eine Phantasiewelt, die Impulse geben soll, so Magener. Jetzt seien die Ideen nicht mehr abstrakt, sagte VHS-Leiterin Katja Wippermann.

Stadtrat reagiert bei Besichtigung mit Applaus

Es sei „sehr gut gelungen“, lobte Bürgermeister Korpan bei der Besichtigung am Montag. Man bekomme einen Eindruck, was alles passieren kann. Von den Stadtratsmitgliedern gab es Applaus für den Modellraum, in dem sie sich sichtlich wohlfühlten. Tatsächlich ist es der Stadtrat, der am Ende entscheidet, ob die Stadt Geld in die Hand nimmt und die Ideen umsetzt. Ende Januar will das Projektteam das Abschlusskonzept dem Stadtrat vorlegen. Dann liegt es an ihm.

Modellraum in der Rathauspassage kann besichtigt werden

Bis dahin kann der Modellraum von außen besichtigt werden. Wer ihn von innen ansehen will, muss sich coronabedingt anmelden (unter Telefon 08856/813750 oder per E-Mail an „buecherei@ penzberg.de“): Erste Führungen gibt es diesen Donnerstag, 17 Uhr, und Freitag, 16 Uhr. Außerdem soll der Modellraum richtig genutzt werden. Gedacht wird daran, dass sich dort zum Beispiel die „Computersenioren“ der VHS sowie die Vorleser und der Literaturkreis der Stadtbücherei treffen könnten.

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