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Freia Oliv (Mitte) ist ab 1. Januar neue Museumsleiterin. Ihr zur Seite steht Gisela Geiger (r.) bis Ende Oktober 2018. Ab 2019 stößt Diana Oesterle (l.) wieder dazu

Museumsleitung in Penzberg: Freia Oliv im Duett mit Gisela Geiger

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Die Journalistin und Kunsthistorikerin Freia Oliv ist am Montag als neue Leiterin des „Museum Penzberg – Sammlung Campendonk“ vorgestellt worden. Ihre Vorgängerin Gisela Geiger wird ihr bis Ende Oktober 2018 zur Seite stehen.

Für Verunsicherung bei Museumsfreunden und Leihgebern hatte in den vergangenen Wochen gesorgt, dass der Stadtrat den Vertrag mit Leiterin Gisela Geiger nicht verlängern wollte – also dass ihr Ruhestand nicht ein zweites Mal hinausgeschoben wird, um einen nahtlosen Übergang zu Diana Oesterle zu ermöglichen. Die Stadt ruderte daraufhin zurück. Das Ergebnis präsentierte Bürgermeisterin Elke Zehetner nun am Montag.

Freia Oliv wird demnach am 1. Dezember bei der Stadt Penzberg beginnen. Nach einer Einarbeitungszeit übernimmt sie am 1. Januar 2018 die Museumsleitung, während Gisela Geiger ins zweite Glied tritt. Geiger bleibt nun bis 31. Oktober 2018 und wird bis dahin auch das aktuelle Hinterglas-Forschungsprojekt zu Ende führen. Freia Olivs Vertrag läuft bis Ende 2018.

Dann steht auch die wissenschaftliche Mitarbeiterin Diana Oesterle wieder zur Verfügung. Sie ist wegen ihrer Doktorarbeit und des Hinterglas-Forschungsprojekts, finanziert von der Volkswagen-Stiftung, von der Stadt freigestellt. Ob Diana Oesterle ab 2019 tatsächlich die Museumsleitung übernimmt, ist offen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Zum Museumsteam gehören ebenso weiterhin Thomas Sendl und Judith Pöttinger. Zuständig ist Freia Oliv auch für das Bergwerksmuseum.

Bei der Präsentation am Montag war die Vorgeschichte kaum ein Thema mehr. Nur Vize-Bürgermeister Dr. Johannes Bauer sprach von einem „holprigen Vorgang“. Bürgermeisterin Zehetner sagte auf Nachfrage, dass die Berichterstattung geschadet habe; man habe versucht, eine gute Lösung zu finden.

Gisela Geiger erzählte, sie habe um eine Halbtagsstelle gebeten und gedacht, dass die Leitung direkt auf Diana Oesterle übergehen könne, was wegen des Forschungsprojekts aber nicht möglich war. Geiger schlug daraufhin, wie berichtet, Freia Oliv als Nachfolgerin vor. Die Personalfrage, so Geiger, sei damit „hoffentlich zur allseitigen Zufriedenheit geklärt“. Zur Zukunft des Museums sagte sie, man müsse sich Gedanken machen, dass die Leihgeber-Bilder auf Dauer in Penzberg bleiben. Freia Oliv will mit ihr nun die Zeit nutzen, am Programm für das nächste Jahr zu arbeiten. „Wir haben sicher kein leeres Haus“, so Oliv. Die Ausstellung „Tiefenlicht“ wurde jedenfalls schon einmal bis 4. Februar verlängert.

Freia Oliv, aufgewachsen am Starnberger See, ist ausgebildete Redakteurin und hat Kunstgeschichte, Germanistik und Völkerkunde studiert. Schon 2001/2002 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der damaligen Heinrich-Campendonk-Ausstellung in Penzberg. Sie steuerte für den Katalog die kunsthistorische Einordnung Campendonks sowie die Texte zu Holzschnitten und Glasarbeiten bei. Ebenso wirkte sie bei der Campendonk-Ausstellung „Rausch und Reduktion“ 2007 und bei der Expressionismus-Ausstellung „Bizarre Begegnungen“ 2009 mit. Bekannt ist sie Museumsbesuchern auch von Führungen. Tätig war Freia Oliv ebenso für das Buchheim-Museum, das Künstlerhaus Marktoberdorf und die städtische Galerie Rosenheim. 2015 gründete sie mit Kollegen das museumsübergreifende Angebot „Expressionismus in Bayern“. 2011 war sie Mitgründerin des Verbands „Beruf Kunstvermittlung“.

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