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Musikschule

Musikschul-Haus in Penzberg: Mal wieder höchste Priorität

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Ein eigenes Zuhause für die Musikschule soll in Penzberg mal wieder Priorität genießen - nicht das erste Mal.

Penzberg - Es geschieht in Penzberg in einer gewissen Regelmäßigkeit: In bestimmten Abständen setzt die Politik die Realisierung eines eigenen Haus für die Musikschule nach oben auf die Agenda. Bisher war die Musikschule von dieser Top-Position aber auch bald wieder verschwunden. Ein eigenes Haus gibt es immer noch nicht. Nun ist es mal wieder so weit. In der Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Finanzen und Soziales gab es diese Woche einen neuen Anlauf: Er empfahl dem Bauausschuss, eine verbindliche Zeitschiene für eine Realisierung aufzustellen und eine Planung in die Wege zu leiten. Als mögliche Standorte wurden die alten Mittelschulturnhallen, das ehemalige Metropol-Kino sowie das Pfründnerheim genannt, das, die Penzberger SPD, wie berichtet, im vergangenen April ins Spiel gebracht hatte.

Musikschulleiter Johannes Meyer – danach befragt – überlegt erst, bevor er antwortet. Dann sagt er: „Ich bin mal wieder optimistisch.“ Und lacht. Seiner Ansicht nach ist es kein schlechtes Zeichen, wenn sich der Bauausschuss damit befassen soll. Da keime „wieder leichte Hoffnung, dass eine neue Heimat für die Musikschule in erreichbarer zeitlicher Nähe“ liege. Und: „Es wäre an der Zeit, die Musikschule auf den Weg zu bringen, nachdem Stadthalle, Stadtmuseum und Stadtbücherei fertig sind.“

Zu den drei genannten Optionen sagt er, dass das Pfründnerheim wegen seiner Größe wohl eine optimale Lösung wäre. Diese liegt aber wohl in ferner Zukunft, weil erst das neue Seniorenzentrum gebaut und zudem klar sein muss, ob das denkmalgeschützte Haus nicht mehr für Senioren benötigt wird. Das heißt: Vor dem Jahr 2021 wird da nichts möglich sein. Ebenso lang gedulden müsste sich die Musikschule bei einem Haus anstelle der alten Mittelschulturnhallen. Diese Turnhallen werden benötigt, um eine Alternative zum Schwimmunterricht anzubieten, bis das neue Hallenbad nach dem Wellenbad-Abriss steht. Das wird nach aktuellem Stand auch nicht vor dem Jahr 2021 sein.

Bleibt noch das alte Metropol, für das im Rathaus sogar Pläne in der Schublade lägen. Zumindest was den Zeithorizont betrifft, würde Meyer diese Variante bevorzugen. Wenn es eine große Lösung mit Abriss und Neubau wird. So können dort laut Meyer zum Beispiel im Obergeschoss acht Unterrichtsräume geschaffen werden.

Ein eigenes Haus für die Musikschule stand diese Woche in der Ausschusssitzung nicht explizit auf der Tagesordnung. Rathaus-Geschäftsleiter Roman Reis hatte die Runde unterrichtet, dass die Musikschule in der Mittelschule einen ehemaligen Physiksaal samt Nebenraum – als Probenraum für Chöre und Jugendstreichorchester – im Keller (in Nachbarschaft übt die Bläserklasse) sowie zwei weitere Räume erhält. Eine „abgespeckte Lösung“, wie es hieß, im Vergleich zur Idee mit dem Mittelschul-Obergeschoss, die am Protest der Schule scheiterte. Die Gelegenheit nutzten mehrere Ausschuss-Mitglieder energisch eine dauerhafte Lösung zu fordern. Daraus entstand die Empfehlung an den Bauausschuss, Nägel mit Köpfen zu machen.

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