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So sieht die Außenansicht des Jocher-Entwurfs aus.

Musikschule im Metropol: So soll es aussehen

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Schwerer als gedacht ist es, die Penzberger Musikschule im alten Metropol-Kino unterzubringen.  Planer Stephan Jocher hat nun einen Entwurf vorgelegt, der Altes mit Neuem verbindet. Bei der Musikschulleitung ist man begeistert.

Penzberg – Nach Jahren des Wartens für die Musikschule werden die Pläne für einen Einzug in das frühere Metropol-Kino konkreter. Architekt Stephan Jocher legte diese Woche einen Vorentwurf für das über 50 Jahre alte Gebäudes vor. Die Aufgabe war: kein Neubau, wie er vor zehn Jahren im Gespräch war, sondern ein Umbau, worauf sich der Stadtrat vor Monaten geeinigt hatte. Nächstes Jahr sollen die Arbeiten beginnen. Die Kosten schätzt Jocher auf 3,4 Millionen Euro. „Günstiger geht es nicht, wenn man den Charakter des Gebäudes erhalten und das gesamte Raumprogramm der Musikschule unterbringen will.“

Der Weg zu dem Entwurf war allerdings nicht leicht. Zwischendurch sei das Planungsteam vor einem Scherbenhaufen gestanden, erzählte Jocher. Das war der Fall, als sich bei Untersuchungen herausstellte, dass die Decke über dem früheren Kinosaal und dem Foyer für die neue Nutzung nicht tragfähig ist. „Wir mussten uns eine revolutionäre Lösung ausdenken, die wirtschaftlich vernünftig ist“, so Jocher. Das Ergebnis stellte er, stellvertretend für das Planungsteam, nun im Bauausschuss vor.

Die zweigeschossige Fassade sowie die historischen Bestandteile des Kinosaals und des Foyers samt Ticketverkauf bleiben laut Jocher erhalten. Die Gauben an der Ecke zur Friedrich-Ebert-Straße und die Fenster über dem Eingang sieht der Entwurf allerdings nicht mehr vor. Dafür gibt es eine neue lang gestreckte Gaube über den Kino-Ausgängen, die das Obergeschoss mit Tageslicht versorgen sollen – „moderne architektonische Akzente“, wie Jocher sagt. Neu ist praktisch alles ab der Oberkante des alten Saals, über dem eine neue Decke eingezogen wird.

Das Gebäude wird entkernt. Innen ist eine „Haus im Haus“-Lösung geplant. Das heißt: Der alte Kinosaal wird halbiert – er bietet fortan Platz für 160 Besucher. In der hinteren Hälfte des alten Saals soll ein zweigeschossiger Kubus stehen, der Lagerräume, Aufzug, WCs und Garderobe beherbergt. „Ein spannender Kontrast zwischen Alt und Neu“, sagt Jocher. In der zweiten Etage ist über dem Saal Platz für acht Unterrichtsräume. Über dem Foyer sieht der Entwurf noch einen kleinen Saal für fast 60 Besucher vor. Ins Dachgeschoss kommt die Gebäudetechnik. Der Keller wird zugeschüttet. Auf der Rückseite will Jocher die Anbauten entfernen und eine Terrasse schaffen. „Grundsätzlich bleibt das Erscheinungsbild des Gebäudes, bezogen auf Gebäudehülle und Dachform, erhalten“, sagte er. Vom Erd- bis zum Dachgeschoss werden der Musikschule rund 950 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Zustimmung fand der Entwurf im Bauausschuss. „Es freut mich, dass man das Metropol zum Großteil wiedererkennt“, sagte Regina Bartusch (SPD). „Die Planung ist sehr gut gelungen“, pflichtete Michael Kühberger (FLP) bei. „Nicht glücklich“ zeigte er sich nur über die Terrasse zu den Wohnhäusern hin. Der Ausschuss gab am Dienstag den Vorentwurf einstimmig frei. Damit kann das Planungsteam weiterarbeiten. Ebenso beschloss er, das noch heuer die Einrichtung der Baustellen vorbereitet wird.

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