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Penzberger Merkur/Wolfgang Schörner

Musikschule ins Metropol: Hülle soll stehen bleiben

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In Penzberg werden die Pläne konkreter, dass die Musikschule in das ehemalige Metropol-Kino zieht. Ende Februar soll der Stadt darüber sprechen, die Gebäudehülle stehen zu lassen und das Innere für die Musikschule umzubauen.

Penzberg - In den vergangenen Monaten waren mehrere mögliche Musikschul-Standorte in die Debatte geworfen worden. Das alte Pfründnerheim beim Seniorenzentrum, der ehemalige Schlachthof an der Karlstraße, die alten Turnhallen der Bürgermeister-Prandl-Schule und das Feuerwehrgelände eint allerdings ein Schicksal – sie stehen, wenn überhaupt, erst in vielen Jahren zur Verfügung. Das Pfründnerheim, einer der jüngsten Favoriten, würde die Stadt zudem lieber als Wohnheim für Pflegepersonal verwenden. Anders ist es beim ehemaligen Metropol-Kino gegenüber der Stadthalle. Das städtische Gebäude könnte nach einem Umbau relativ schnell als Musikschule genutzt werden.

Mittlerweile hat das Stadtbauamt für das Metropol einen Entwurf ausgearbeitet. Anders als bei einem früheren Plan, bei dem es um Abriss und Neubau ging, soll die Gebäudehülle bestehen bleiben und das Innere für die Musikschule umgebaut werden. Im alten Kinosaal könnten zum Beispiel der Kinderchor von Ellen Hennen, das Vocalensemble und das Orchester von Günther Pfannkuch sowie andere größere Gruppen proben. Denkbar ist, wenn es die Statik zulässt, vier bis sechs Unterrichtsräume im Obergeschoss einzurichten.

Bürgermeisterin Elke Zehetner erklärte dazu, dass sie dem Stadtrat im Februar mehrere Beschluss-Vorschläge vorlegen will: Erstens wird es ihr zufolge darum gehen, das Pfründnerheim auszuschließen und die Suche nach anderen Alternativen zu beenden, bei denen die Musikschule noch Jahre warten müsste. Zweitens sollte sich der Stadtrat auf das Metropol verständigen, so Zehetner. Die dritte Frage wird lauten, ob die alten Pläne für Abriss und Neubau aus der Schublade geholt werden, die vor zehn Jahren wegen einer städtischen Finanzkrise darin verschwanden. Oder ob das Äußere des Metropols erhalten bleibt und das Gebäude nur innen ausgebaut wird. Vertreter der Musikschule, so Zehetner, hätten sich den Entwurf des Stadtbauamts bereits angeschaut.

Das bestätigt Musikschulleiter Johannes Meyer auf Anfrage. Man habe ebenso die eigenen Vorschläge eingebracht. „Es geht wirklich vorwärts“, sagte er. Trotz vieler Rückschläge in den vergangenen Jahren ist Meyer positiv gestimmt. Das Metropol, wäre eine „super Location zentral in der Stadt“, sagte er auf Neudeutsch. Dass die Musikschule parallel weiterhin Räume in der Bürgermeister-Prandl-Schule und an der Birkenstraße hätte, wäre für die Eltern angenehm, so Meyer. Das Büro soll zudem in der Rathauspassage bleiben.

Für Musikschulleiter Meyer hat eine Sache besonderes Gewicht: der Zeitfaktor. Es müsse endlich aufhören, dass man wegen Proben „100 Mal im Jahr in der Grundschulaula Stühle aufstellen und wegräumen muss“, sagte er. Beim Metropol, so Meyer, könne man mit dem Umbau „sehr kurzfristig anfangen, wenn der Stadtrat seinen Segen gibt, vielleicht schon im Herbst“. Man bräuchte auch nichts abzureißen. Was ihn umtreibt, ist, dass irgendwann die drohende Gewerbesteuerrückzahlung an Roche ins Haus steht. Und dann das Musikschul-Domizil – wie vor zehn Jahren – einer Finanzkrise zum Opfer fällt.

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