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Trommeln für den Nachwuchs (v.l.): Vize-Musikschulleiter Simon Zehentbauer, Schlagzeuglehrer Josef Baudisch, Spielmannszug-Vorsitzender Werner Wiedemann, sein Vize Jürgen Schermukschnis, Musikschulleiter Johannes Meyer, Musikverein-Vorsitzender Ludwig Schmuck und Bürgermeisterin Elke Zehetner.

Musikschule soll Spielmannszug auf die Beine helfen

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Nachwuchs ist für Musikkapellen das A und O, um in Zukunft überleben zu können. Jetzt soll die Musikschule Penzberg dem Spielmannszug auf die Beine helfen.

Penzberg - Seit zwei Jahren arbeiten die städtische Musikschule und die Penzberger Stadt- und Bergknappenkapelle zusammen. Rund 20 junge Leute gewannen deren Jugendkapellen auf diese Weise hinzu. Nun soll dieses Modell auf den Spielmannszug übertragen werden. Denn er braucht dringend Trommler. Das große Ziel ist, dass der Spielmannszug beim 100-jährigen Stadtjubiläum in zwei Jahren der Stadt- und Bergknappenkapelle vorausmarschiert – mit Trommeln und Flöten.

Momentan besteht der Penzberger Spielmannszug praktisch nur auf dem Papier. „Wir haben zu wenig Leute für Auftritte“, sagt Vorsitzender Werner Wiedemann. Das Problem sei, dass keiner Zeit habe, Trommel- und Flötenschüler auszubilden. Deshalb gibt es nun die Kooperation mit der städtischen Musikschule. Sie soll den Nachwuchs ausbilden.

Bei der Musikschule ist Josef Baudisch für das Trommeln zuständig. Der Schlagzeuglehrer will ab September Schüler in den speziellen Taktfolgen für Spielmannszüge unterrichten – sogenannte Feldschritte und Lockmarsch. Vier Trommler wären für den Anfang nicht schlecht, sagt Josef Baudisch. Es wäre in jedem Fall ein Fundament, bestätigt Jürgen Schermukschnis, zweiter Vorsitzender des Spielmannszugs. „Wenn mal eine Gruppe anfängt, ist es wie ein Magnet“, glaubt Musikschulleiter Johannes Meyer. Die Werbetrommel, sagt er, könnte im kommenden November auch beim „World Drum Day“ geschlagen werden. Von einem weiteren Schritt in der musikalischen Zusammenarbeit spricht Bürgermeisterin Elke Zehetner.

Freuen, wenn es klappt, würde sich auch Simon Zehentbauer, Vize-Musikschulleiter und seit zwei Jahren Dirigent der Stadt- und Bergknappenkapelle. „Seit ich Dirigent bin, ist der Spielmannszug noch nie vornewegmarschiert“, sagt er. Zehentbauer hat jedenfalls gute Erfahrungen gemacht mit der Kooperation zwischen Musikschule und Kapelle. Der Unterricht soll Mitte September starten. Einmal in der Woche wird in der Gruppe getrommelt. Willkommen, so Meyer, seien Kinder und Jugendliche genauso wie Erwachsene.

Weil das Musikschulbüro in den Sommerferien geschlossen ist, können Interessenten an dem Kurs eine E-Mail an „musikschule@penzberg.de“ mit ihren persönlichen Angaben senden.

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