Die Kronkorken werden gegen Bares getauscht

Nach Aufruf der „Bayernbriada“: Kronkorken-Schwemme für Lotti

Nach dem Aufruf des Penzberger Vereins „Bayernbriada“ haben sich viele Menschen aus der Region gemeldet. Für das schwerstbehinderte Mädchen Lotti wollen sie Kronkorken spenden. Sogar im Münchner Studentendorf wird gesammelt. 

Penzberg – Die Resonanz: überwältigend. Mit so viel Anteilnahme hat Martin Schmuck, Chef des neuen Penzberger Vereins „Bayernbriada“, nicht gerechnet. Umso mehr freut es ihn, dass sich so viele Menschen bei ihm – zum Beispiel via Facebook – gemeldet haben, um Kronkorken loszuwerden. Die Berichterstattung der Heimatzeitung über seinen Verein, der die Verschlüsse aus Blech sammelt, um damit dem schwerstbehinderten Mädchen Lotti (7) aus Winterberg in Nordrhein-Westfalen zu helfen, löste ein großes Echo aus. „Es hat sich viel getan“, sagt er. Viele Menschen haben sich bereit erklärt, zu helfen und zu sammeln.

Die  Bayernbriada wollen sieben Tonnen Kronkorken zusammenbekommen, um diese bei einem Verwerter in Nordrhein-Westfalen gegen Bares zu tauschen. Damit wollen sie einen Senk- und Hubstuhl finanzieren. Den braucht die kleine Lotti, damit sie im Auto transportiert werden kann. Sie kann weder stehen noch gehen. Bis Mitte Juni läuft die Kronkorken-Aktion.

Damit diese gelingt, hat laut Schmuck ein Helfer eine Anfrage an alle Wirtschaften im benachbarten Bad Tölz gestellt (auch Penzberger Lokale, Wirtschaften und Unternehmen sowie andere Vereine unterstützen die Aktion). Ein anderer fragte bei 150 Brauereien im Oberland an, um die Kronkorken zusammenzubekommen. Quasi direkt von der Quelle. Sogar im Studentendorf in München will man für die kleine Lotti sammeln. Zudem haben einige Kronkorken-Sammler sich bereit erklärt, ihre Schätze für diesen guten Zweck abzugeben.

„Uns freut das sehr“, sagt Schmuck. Auch Penzbergs Rathaus-Chefin Elke Zehetner, die die Aktion tatkräftig unterstützt, ist ganz begeistert von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Einige haben sich Schmuck zufolge sogar bereit erklärt, Geld für den benötigten Hub- und Senkstuhl zu spenden.

Wie lange es noch dauern wird, bis die Kronkorken für den Stuhl zusammen sind, kann Schmuck noch nicht abschätzen. Immerhin bedeuten sieben Tonnen zirka 3,5 Millionen Kronkorken. „Das schon ist eine ziemliche Hausnummer“, sagt er und lacht. Geht es mit der Hilfsbereitschaft so weiter, scheint jedoch nichts unmöglich zu sein.

Weitere Infos:

Gesammelte Kronkorken für die Hilfsaktion können bei den Edeka-Getränkemärkten sowie beim Getränkemarkt Orterer in Penzberg und am Eingang des Penzberger Rathauses abgegeben werden.

Rubriklistenbild: © mm-Archiv

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