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Ein Selfie vor der Andacht: (v.l.) Imam Benjamin Idriz, Pfarrer Bernhard Holz und Pfarrer Julian Lademann.

Festbilanz

Nach der Riesenfeier zum 100. in Penzberg: „Es war ein sensationelles Stadtfest“

Das mehrtägige Stadtfest zum 100-jährigen Bestehen von Penzberg war ein voller Erfolg. Gleich nach dem Großereignis äußerten sich Veranstalter und Besucher durchweg positiv. Viele wünschen sich eine Wiederholung.

Penzberg – „Es war ein sensationelles Stadtfest. Wir haben große Freude in der Stadt und bei unseren Städtepartnern verursacht“, bilanzierte am Montagvormittag eine nach dem Fest stimmlich noch etwas angeschlagene Elke Zehetner. Die Bürgermeisterin schätzt, dass an allen Tagen insgesamt rund 10 000 Menschen das Stadtfest mit seinem vielfältigen Programm besucht haben. Und trotz des teilweise schlechten Wetters habe sich keiner die Laune verderben lassen. Ihrer Ansicht nach ist das Stadtfest „perfekt geglückt“ – nicht zuletzt deshalb, weil die Penzberger gemeinsam mitangepackt hätten. „Wir haben ein starkes Bild unserer Stadt gezeigt.“

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Auch Thomas Sendl ist mehr als zufrieden. „Es war großartig“, bilanzierte der Fest-Koordinator. Zwischenfälle habe es keine gegeben, und alle Veranstaltungen seien „bestens“ besucht gewesen – und das, obwohl Regen und Hagel am Donnerstag- und Freitagabend sicher einige Festgäste vertrieben haben dürften, wie Sendl vermutet.

Ausverkauft waren die Penzberger Hobbybrauer; hier Susi Helbig mit Klaus Neuchl (li.) und Hans Neumayr.

Wie Bürgermeisterin Zehetner lobte Sendl die rund 50 aktiven Helfer sowie das Orga-Team der Stadt für ihre gute Arbeit. Vor allem auch die Bauhof-Mitarbeiter hätten „eine hohe logistische Leistung erbracht“ und einfach „grandios“ gearbeitet. Das kann Thea Baumgartner nur bestätigen. Die Penzberger Geschäftsfrau war bereits am Samstagmorgen in der Stadt unterwegs, „aber trotz des Remmi-Demmis am Freitag war schon alles wieder picobello sauber“.

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Bereits am letzten Festtag, dem Sonntag, äußerten sich auch viele Besucher des Stadtfestes regelrecht überschwänglich über die Feierlichkeiten. „Es ist einfach wunderbar. Selbst der Regen verdirbt uns nicht die Laune“, sagte etwa Waltraud Wang, eine gebürtige Penzbergerin, die nun in Asien lebt und eigens zum Stadtfest heimgeflogen war, wie sie erzählte. Einfach nur „wunderbar“ fand Marianne Schlosser das Fest. Besonders berührt hat die Penzbergerin das gemeinsame Singen des „Steigerlieds“. „Da ist es mir kalt den Rücken runter gelaufen“, sagte sie. „Das hat alles andere übertroffen.“

Wette gewonnen: Das „Steigerlied“ sangen am Samstagabend weit über 1000 Menschen gemeinsam.

Franziska Neuschl gefiel vor allem die interreligiöse Andacht am Sonntag. Die vielsprachigen Geburtstagswünsche der Kinder und die weißen Tauben: Das sei sehr berührend gewesen, fand die ebenfalls gebürtige Penzbergerin. So ein Stadtfest, meinte sie, sollte es öfter geben.

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Das würde auch Bürgermeisterin Zehetner gefallen. Jedes Jahr ein vielleicht zweitägiges Stadtfest: „Das könnte ich mir gut vorstellen. Der Stadtplatz schreit ja nach Belebung.“ Darüber werde man im Stadtrat sicher diskutieren. Auch Fest-Koordinator Sendl ist für eine Wiederholung in nicht allzu ferner Zukunft. Das Fest sei von den Menschen schließlich gut angenommen worden.

Mit dem Ende des Stadtfestes sind die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen von Penzberg aber noch längst nicht beendet. Unter anderem wird es im August ein zweitägiges Nantesbucher Dorffest geben. Und am 8. September findet dann ein großer historischer Festzug durch Penzberg statt.

Von Franziska Seliger

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