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Das Foyer des Museum Penzberg.

Nachfolge im Museum: Entscheidung steht noch aus

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Noch ist nichts entschieden, doch vieles deutet darauf hin, dass Kunsthistorikerin Freia Oliv die neue Leiterin des „Museum Penzberg - Sammlung Campendonk“ wird, zumindest übergangsweise.

Penzberg - Die Kunsthistorikerin Freia Oliv wird womöglich für eine Übergangszeit neue Leiterin des „Museum Penzberg – Sammlung Campendonk“. Sie stellte sich vergangene Woche in einer nicht öffentlichen Sitzung dem Verwaltungsausschuss vor. Eine Entscheidung fiel dem Vernehmen nach nicht. Dies obliegt dem Stadtrat, dessen nächste Sitzung erst Ende Oktober stattfindet.

Bürgermeisterin Elke Zehetner bestätigte dies auf Nachfrage, ebenso, dass sich Freia Oliv eine Einarbeitungszeit durch die aktuelle Museumsleiterin Gisela Geiger erbeten hat. Laut Zehetner geht es um „maximal zwei Monate“. Falls Freia Oliv zum 1. Dezember die Leitung übernimmt, würde Gisela Geiger bis Ende Januar bleiben, so die Bürgermeisterin. Eine Entscheidung darüber muss ihr zufolge der Stadtrat treffen. Danach werde gegebenenfalls der Vertrag unterschrieben und die neue Leitung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kunsthistorikerin Freia Oliv war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Museumsleiterin Geiger, die Oliv vorgeschlagen hat, wollte sich zu der Diskussion nicht äußern. Sie erinnerte aber daran, dass Freia Oliv eine Kennerin des Penzberger Museums und Heinrich Campendonks sei. Sie habe schon am ersten Katalog 2002 mitgearbeitet und gebe seit Jahren immer wieder Führungen. „Ich kann mir sie sehr gut in einem Team vorstellen“, sagte Geiger. Sie sei jemand, „den ich gern vorgeschlagen habe“.

Die Diskussion um die Museumsleitung geht schon seit Monaten. Eigentlich hätte Mitarbeiterin Diana Oesterle direkt auf Gisela Geiger folgen sollen. Oesterle ist aber noch ein Jahr für das Hinterglasforschungsprojekt des Museums und ihre Doktorarbeit freigestellt. Eine nochmalige Ausdehnung der Ruhestands-Altersgrenze für Gisela Geiger – normalerweise wäre die 66-Jährige schon im Januar 2017 in den Ruhestand gegangen – lehnte der Stadtrat jedoch einstimmig ab. Gisela Geiger selbst hätte die Leitung gern noch länger innegehabt.

Mittlerweile führt das Hin und Her zu einer Verunsicherung bei Leihgebern und Förderern. Einer davon ist Gerhard Schielein aus Königsdorf. Er rief, wie berichtet, vor kurzem dazu auf, „eine geordnete Übergabe zu ermöglichen“, und einen Weg zu finden, dass Gisela Geiger „ihr Lebenswerk ab 2019 in gute, schon vorbereitete Hände“ geben kann.

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