Zwei Präsidenten als Prinzenpaar: Maxi Eller und Fabian Probst moderierten den ersten Online-Fasching des Penzberger OK und traten auch als Prinz und Prinzessin auf.
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Zwei Präsidenten als Prinzenpaar: Maxi Eller und Fabian Probst moderierten den ersten Online-Fasching des Penzberger OK und traten auch als Prinz und Prinzessin auf.

Organisationskomitee Penzberger Fasching lud zur Party via Zoom

Narren feiern online mit falschem Prinzenpaar

  • Franziska Seliger
    VonFranziska Seliger
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Corona-Pandemie, Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperre hin oder her: Ganz will sich das Organisationskomitee (OK) Penzberger Fasching die Faschingssaison 2020/2021 nicht nehmen lassen.

Penzberg – Das OK Penzberger Fasching feierte am vergangenen Samstagabend unter dem Motto „Lasst‘s net aus – jetzt erst recht“ erstmals einen Online-Fasching. Dabei wurden unter anderem die Garden und der Elferrat der diesjährigen närrischen Zeit präsentiert – eine recht spontane Aktion, der aber weitere folgen sollen.

„Treffen dürfen wir uns ja nicht. Also haben wir überlegt: Was ist möglich, und wie können wir den Fasching irgendwie den Leuten nahe bringen“, erklärt der erste Vorsitzende des OK, Holger Fey.

Möglich war es, den amtierenden Präsidenten Maxi Eller und Fabian Probst in einem gut belüfteten Büro und mit stabiler Internetverbindung vor einen Monitor zu setzen, wo sie über die Videoplattform Zoom in Kontakt zu den Faschingsbegeisterten in Nah und Fern treten konnten – und laut Fey waren das einige. „Es war gerammelt voll bei Zoom“, bilanziert er. Hundert Teilnehmer hätten sich vorab angemeldet. Viele andere hätten aber ohne Anmeldung versucht, sich dazu zu schalten, was aber leider technisch nicht funktioniert habe. Fey vermutet, dass hundert Personen die maximale Zahl für ein Zoom-Treffen ist. Dazu geschaltet hatten sich laut Fey zahlreiche Aktive des Vereins, außerdem Faschingsbegeisterte aus Penzberg und der Region sowie Vertreter vom Bund Deutscher Karnevalisten. Auch andere Garden, etwa aus Pforzen bei Kempten oder Sindelsdorf, hätten zugeschaut. Zwei Gäste hätten sich gar mit Markus Söder und Angela Merkel eingeloggt. Wer diese Personen wirklich waren, wird laut Fey aber das Rätsel der Veranstaltung bleiben.

Während Eller und Probst den Online-Fasching live moderierten, wurden einzelne Programmpunkte eingespielt. So stellten sich beispielsweise die Aktiven der Kinder-, der Teenie- sowie der großen Garde vor. Die drei Penzberger Garden der Öffentlichkeit trotz der Pandemie-Lage zu präsentieren, „das war uns wichtig“, betont Fey. Immerhin hatten die Tänzerinnen und Tänzer monatelang eifrig für die Faschingszeit trainiert – während des Lockdowns würde online weitergeübt. Auch Kostüme seien angefertigt worden.

Aber nicht nur die Garden wurden vorgestellt. In einem weiteren kurzen Film wurde der diesjährige Elferrat präsentiert, und sogar ein Prinzenpaar – Prinzessin „Incognita I“ und Prinz „Anonymus I“ alias Maxi Eller und Fabian Probst – hatte das OK noch ganz spontan und exklusiv für diese Premiere aus dem Hut gezaubert, inklusive Prinzenrede und Prinzenwalzer. Letzterer sei bei den Online-Gästen so gut angekommen, dass sie sogar eine Zugabe gefordert hatten. „Das war nicht geplant“, räumt Fey lachend ein.

Er glaubt, dass angesichts der diesjährigen Umstände die Idee des Online-Faschings den Teilnehmern gut gefallen habe. Indiz dafür könnte sein, dass die Veranstaltung statt der geplanten 45 Minuten rund eineinhalb Stunden gedauert habe. Der online-Fasching sei auch deshalb so lange ausgefallen, weil die zugeschalteten Gäste die Möglichkeit zum Chat „gut angenommen“ hätten. Sein Verein sei in jedem Fall zufrieden. „Und es hat brutal Spaß gemacht.“

Noch diese Woche wollen die Verantwortlichen des OK Bilanz des ersten Online-Faschings ziehen. Dann sollen weitere Ideen für diese Faschingssaison konkretisiert werden. Genaue Termine für derartige Internetveranstaltungen stünden derzeit aber noch keine fest, so Fey.

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