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Penzbergs 2. Bürgermeister: „Nervös oder aufgeregt – das ist nicht der Fall“

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Von: Wolfgang Schörner

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Penzbergs 2. Bürgermeister Markus Bocksberger am Bürgermeistertisch im Rathaus Penzberg.
Am Bürgermeistertisch: Markus Bocksberger vertritt derzeit erstmals Amtsinhaber Stefan Korpan. © Schörner

Markus Bocksberger (PM) zieht vorübergehend ins Penzberger Rathaus ein - als Urlaubsvertreter von Amtsinhaber Stefan Korpan (CSU).

Penzberg – Eigentlich wollte Markus Bocksberger (PM) fest ins Penzberger Rathaus einziehen. Bei der Bürgermeisterwahl reichte es für ihn allerdings – sehr knapp – nur zum dritten Platz. Nun sitzt Markus Bocksberger als Vize-Bürgermeister trotzdem auf dem Stuhl des ersten Bürgermeisters. Er vertritt erstmals Amtsinhaber Stefan Korpan (CSU), der in Urlaub ist. Zwei Wochen lang führt Bocksberger die Amtsgeschäfte. In der dritten Woche übernimmt 3. Bürgermeister Hardi Lenk (SPD) die Geschäfte. Redakteur Wolfgang Schörner sprach mit Markus Bocksberger über die Vertretung.

Herr Bocksberger, wie fühlt es sich an, auf dem Bürgermeisterstuhl Platz zu nehmen? Nervös?

Es ist ein gewisser Stolz dabei, auch ein Verantwortungsgefühl. Aber nervös oder aufgeregt – das ist nicht der Fall.

Aber es könnte gefährlich sein. Als Johannes Bauer 2008 als Vize-Bürgermeister erstmals Hans Mummert vertrat, brannte das halbe Rathaus ab.

(lacht) Ja, ich wurde schon angerufen, ob ich daran schuld sein könnte, dass es in Penzberg zu Überschwemmungen gekommen ist. Ich hoffe, dass es nicht daran lag, dass ich hier Platz genommen habe.

Spürt man ein bisschen die Last der Verantwortung?

Indirekt. Wir haben einen sehr gut funktionierenden Verwaltungsapparat, der einem zuarbeitet. Es ist nicht so, dass man Dinge allein entscheidet. Es wird gut zusammengearbeitet. Ich fühle mich da als Teil des Teams.

Bleibt für die Vertretung Zeit neben Ihrem Beruf als Gastwirt?

Ich bin vormittags hier. Um 12 Uhr verschwinde ich in das normale Berufsleben.

Welche Aufgaben haben Sie konkret?

Meine Aufgabe ist der laufende Geschäftsbetrieb, in der Hauptsache geht es um Unterschriften und um Rechnungen. Dann gibt es Termine mit Bürgern, die nicht unbedingt mit dem Bürgermeister reden müssen, sondern auch mit mir vorlieb nehmen. Ich übermittle Geburtstagsgrüße und führe Gespräche mit Mitarbeitern und Abteilungsleitern.

Kann man auch politische Dinge einfließen lassen?

Könnte man wahrscheinlich schon, wenn man dauerhafter hier wäre. Als zweiter Bürgermeister bin ich nicht in der Position, eine bestimmte Richtung vorzugeben. Man kann natürlich Einfluss auf die Vorlagen für die nächste Stadtratssitzung nehmen, aber politisch nur im geringen Maße – zumindest habe ich es bisher nicht versucht.

Stehen Sie in Kontakt mit dem ersten Bürgermeister?

Ich habe vor seinem Urlaub schon öfters an den Abteilungsleitertreffen im Rathaus teilgenommen. Wir haben auch ein monatliches Treffen der Bürgermeister eingeführt, bei dem Stefan Korpan, Hardi Lenk und ich dabei sind. Dort haben wir über die Urlaubsvertretung gesprochen und darüber, was in den Wochen ansteht. Wir sind da alle drei auf einem gemeinsamen Nenner.

Sie haben die Handynummern ausgetauscht?

Das sowieso. Wobei ich den Bürgermeister im Urlaub nur im Notfall anrufen würde.

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