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„ÜberMorgen“ sprudelt vor Ideen - von Pop-up-Radwegen bis „Mini-Penzberg“

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Die „ÜberMorgen“-Gründerinnen: (v.l.) Lisa Follner, Lisa Staub, Anja Schwarz, Babsi Specht und Sarah Torka; nicht im Bild Manasvini K. Eberl und Regina Klostermann. Werben um neue Mitglieder
Die „ÜberMorgen“-Gründerinnen, hier im Penzberger Bürgerbahnhof, freuen sich über weitere Ideen und Mitglieder. © Wolfgang Schörner

Der neue Verein „ÜberMorgen“ will ein Sprachrohr für Kinder sein. Nun stellte er sich und seine vielen Ideen für Penzberg vor - von Pop-up-Radwegen bis „Mini-Penzberg“.

Penzberg – Seit wenigen Monaten gibt es in Penzberg den Verein „ÜberMorgen“, gegründet von sieben jungen Müttern. Einen gewissen Bekanntheitsgrad hat er bereits durch zwei „Kidical-Mass“-Demonstrationen erlangt, bei denen es um mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr ging. Von ihm stammen auch die bunten Fahrräder, die an verschiedenen Orten auf kritische Stellen hinweisen. Bei einem Infoabend am Mittwoch zeigten die Frauen, dass sie über das Fahrrad-Thema hinaus viele weitere Ideen haben. Ihr Ziel: ein Sprachrohr für Kinder sein und kindgerechte Lebensbedingungen fördern.

„Wir wollen Kritik nie ohne Lösung anbringen“

„Unser Credo: Wir wollen Kritik nie ohne Lösungsvorschlag anbringen“, sagte Lisa Staub im Bürgerbahnhof. Der Verein hat auch schon Kontakte geknüpft, sei es zu Stadtverwaltung, ADFC, Werkraum-Verein, Jugendzentrum und Stadtbücherei.

Für die nächste Aktion hat sich „ÜberMorgen“ die weltweiten „Kidical Mass“-Tage ausgesucht. Diesmal soll es keine Fahrrad-Demo sein. Geplant sind für Freitag, 22. September, 14 bis 17 Uhr, am Stadtplatz ein Fahrrad-Parcours und eine Ausstellung verschiedener Fahrrad-Typen wie Lastenräder, Senioren-Dreiräder, Fahrräder mit Anhänger und anderen Modellen. „ÜberMorgen“ will dazu Fahrradhändler fragen, ob sie Räder ausstellen möchten.

Viele Ideen: „Mini-Penzberg“ und Mitmach-Museum

Die Frauen stellten am Mittwoch viele weitere Ideen vor. Sarah Torka erzählte von der kulturpädagogischen Spielstadt „Mini-München“, in der Kinder und Jugendliche arbeiten, konsumieren, bauen, Geld verdienen, Politik machen und sich so „in der Erwachsenenwelt ausprobieren“. Vielleicht, so Torka, wäre so etwas in Kooperationen mit anderen Vereinen und mit Betrieben auch als „Mini-Penzberg“ möglich. Ebenso verhält es sich bei einem Mitmach-Museum. Lisa Follner berichtete vom „Universum“ in Bremen, einem naturwissenschaftlichen und kindgerechten Museum, das als Vorbild dienen könnte.

Pumptrack-Bahn auf der Berghalde - vergangenes Jahr ein Highlight

Ein weiterer Wunsch ist, dass auf der Berghalde eine Pumptrack-Bahn fest installiert wird. Der Probelauf vergangenes Jahr sei ein Highlight gewesen, so Follner. „Alle haben sich dort getroffen.“ Wunderbar, sagte sie, wäre ebenso ein Verkehrsübungsplatz. Für die Berghalde hat sich der Verein auch Gedanken über ein Spielplatzkonzept gemacht. So könnte es einen Naturspielplatz wie in umliegenden Orten geben, bei dem die Bergbauvergangenheit nachgestellt wird. Ebenso denkt der Verein an zeitgenössische Tanzprojekte – Gründungsmitglied Manasvini K. Eberl ist Tänzerin – und an eine Kreativwerkstatt.

„Parking Days“ und „Pop-up“-Radwege

„ÜberMorgen“ könnte sich auch vorstellen, dass sich Penzberg den internationalen „Parking Days“ anschließt, bei denen öffentliche Parkplätze umgewidmet und ein paar Stunden anders genutzt werden. Eine weitere Idee sind „Pop-up“-Radwege wie in München. Auf diese Weise ließe sich ausprobieren, ob es so schlimm ist, wenn für einen Radweg eine Parkfläche verloren geht, erklärte Lisa Staub.

„ÜberMorgen“ freut sich über weitere Mitglieder

Offen sei „ÜberMorgen“ für weitere Ideen, hieß es am Mittwoch. Und für neue Mitglieder, die nun mit Eintragung ins Vereinsregister aufgenommen werden können. Und wie ist der Name zu verstehen? So lautete eine Frage an dem Abend. Man könne ihn unterschiedlich interpretieren, sagte Lisa Follner: Man spreche „über Morgen“ oder eben über „Übermorgen“. Auf jeden Fall nicht über die ferne Zukunft. Kontakt zu dem Verein: per E-Mail an „hallo@penzberg-uebermorgen.de“. Ebenso hat er einen Instagram-Account.

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