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Das neue Team: Moez Chaabani ist ab sofort Pächter der Gaststätte am Nonnenwaldstadion; Hilfe bekommt er dabei von Frau Sabine (links), Tochter Lisa und Sohn Elias.

Eröffnung der Sportgaststätte

Nonnenwaldstadion bekommt einen Wirt

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Moez Chaabani (35) übernimmt künftig die Sportgaststätte. Die Umbaukosten belaufen sich auf 40.000 Euro.

Penzberg – Nach dem Sport noch auf das eine oder andere Getränk mit den Mannschaftskollegen sitzen bleiben. Während dem Fußballspiel bei Kaffee und Kuchen über die Unzulänglichkeiten der Protagonisten auf dem Feld meckern. Oder einfach gemütlich in der Sonne sitzen und eine Currywurst essen. Es gibt viele Gründe, warum eine Gaststätte an einem Sportgelände nicht fehlen darf. Am Penzberger Nonnenwaldstadion mussten sowohl Sportler als auch Zuschauer bislang zu meist darauf verzichten. Doch die trockenen Zeiten sind vorbei: Ab sofort übernimmt Moez Chaabani die Bewirtung der Sportgaststätte.

Der 35-jährige Tunesier lebt seit sieben Jahren in Penzberg. Im Gastronomiebereich hat er bereits einige Erfahrungen gesammelt. In seiner nordafrikanischen Heimat absolvierte er eine Ausbildung zum Kellner. Fünf Jahre lang bediente er laut eigener Aussage in einem großen Hotel. Unterstützung erhält Chaabani von seiner Frau Sabine (44) sowie deren Tochter Lisa (19). Die Gaststätte am Nonnenwaldstadion möchte die Familie von Montag bis Freitag ab 17 Uhr öffnen. Am Wochenende sogar schon ab 10 Uhr.

Die Wahl auf den neuen Pächter fiel dem Stadtrat offenbar nicht schwer. „Einstimmig“, wie Stadtkämmerer Johann Blank im Rahmen der Eröffnung betonte, habe sich das Gremium für Chaabani entschieden. Kopfzerbrechen bereiteten Blank und Josef Siegert, zuständig für die Finanzverwaltung der städtischen Sportanlagen, eher die Forderungen des Landratsamtes. „Die haben uns einige Steine in den Weg gelegt“, sagte Blank. Letztlich wurde eine Edelstahlküche mit Fettabscheider und Dunstabzug eingebaut sowie eine Personaltoilette installiert. Umbaukosten: 40.000 Euro.

Froh, dass am Ende das Landratsamt sein Okay gab, ist auch Bürgermeisterin Elke Zehetner. „Ich zähle ja selbst zu den Müttern, die draußen stehen und zuschauen. Wenn das Wetter dann einmal nicht so toll ist und man sieht oben die leere Gaststätte, dann ist das schon frustrierend.“ Des Weiteren gehöre zu so einer „Wahnsinns-Sportanlage“ eine gute Wirtschaft schlichtweg dazu. Einen Dank sprach die Rathauschefin noch Stadionwart Peter Schmidhuber aus, der die Bewirtung gelegentlich übernommen hatte. „Aber Wart ist eben nicht gleich Wirt.“

Die Chaabanis wollen in den für bis zu 80 Personen ausgelegten Räumlichkeiten – auch die Terrasse ist künftig geöffnet – vornehmlich einfache Kost zu fairen Preisen anbieten. Am Wochenende gebe es zusätzlich selbstgebackene Kuchen. Wichtig ist Neu-Wirt Moez Chaabani, dass seine Gaststätte nicht nur für Mitglieder des 1. FC Penzberg, dessen Wettkämpfe zum Großteil am Nonnenwaldstadion stattfinden, gedacht ist. „Es soll ein Ort für Jedermann sein. Wir werden alle Gäste gleich gut behandeln und laden alle Penzberger recht herzlich zu uns ein.“

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