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Krankenhaus in Penzberg.

Neues Fundament fürs Krankenhaus: Klinik-Holding geplant

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  • Wolfgang Schörner
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Der Starnberger Landkreis gründet in den kommenden Wochen eine Krankenhaus-Holding. Auch das Krankenhaus in Penzberg wird dazugehören.

Starnberg/Penzberg - Knapp ein Jahr tüftelte Klinik-Geschäftsführer Dr. Thomas Weiler mit dem Starnberger Landrat Karl Roth an der neuen Struktur. „Ein dickes Brett“, sagt Roth. Faktisch bekommen die kreiseigenen Krankenhäuser eine Konzernstruktur, die auch weitere Töchter ermöglicht. Die bisher privatisierte Krankenpflegeschule in Starnberg spielt eine wichtige Rolle. Auch die Penzberger Klinik wird dabei sein. Sie war vor vor fünfeinhalb Jahren von der „Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau“ an die „Kreiskrankenhaus Starnberg GmbH“ übergegangen. Letztere investierte seither mehrere Millionen Euro in die Penzberger Klinik, unter anderem für neue Operationssäle.

Bisher trug die Kreiskrankenhaus Starnberg GmbH die gesamte Last. Das Penzberger Krankenhaus und die STAMED GmbH (Betreiberin der Edel-Patientenunterkunft „Residence“) waren Tochterfirmen. Mit der Aufnahme der Chirurgischen Klinik Seefeld in den Verbund erwies sich dieses Konstrukt aber als nicht mehr sinnvoll. Denn: Die Starnberger GmbH übernahm Verwaltungsaufgaben für die Töchter, was abrechnungstechnisch ein Albtraum ist und einen psychologischen Nachteil hat. Mitarbeiter der Töchter vermuten unterschwellig eine Bevorzugung Starnbergs.

Mit Billigung des Starnberger Kreistages wird nun ein Krankenhaus-Konzern aufgebaut. Ein neues Unternehmen namens „Starnberger Kliniken GmbH“ mit Sitz in Starnberg wird gegründet. Das gaben Weiler und Roth bekannt. Diese Holding soll sich wie alle Unternehmen im 100-prozentigen Besitz des Starnberger Landkreises befinden. Das ist im Gesellschaftervertrag verankert. Die Holding wird vier Töchter haben: das Krankenhaus Starnberg, das Krankenhaus Penzberg, die STAMED GmbH und die Chirurgische Klinik Seefeld. Diese Firmen bleiben Weiler zufolge nahezu unverändert; Seefeld wird einen neuen Namen erhalten. Möglicherweise lautet er „Seefelder Klinik der Starnberger Kliniken GmbH“. Die Holding wird ihren Sitz in jenem Verwaltungsbau haben, den das Krankenhaus anstelle des heutigen Parkdecks an der Oßwaldstraße in Starnberg errichten will. Sie soll 60 bis 80 Mitarbeiter beschäftigen und die komplette Verwaltung für alle Kliniken übernehmen, die sich damit keine eigenen Verwaltungen mehr leisten müssen.

Arbeitsplätze werden Weiler zufolge nicht wegfallen. Derzeit beschäftigt der Klinikverbund fast 1000 Mitarbeiter. Die Holding habe noch andere Vorteile, hieß es: Neue Mitarbeiter in einigen Bereichen, etwa der Küche, können in einem Pool bei der Holding angestellt und flexibel an allen Standorten eingesetzt werden. Die neue GmbH ist auch Träger der Krankenpflegeschule mit 30 Schülern pro Jahrgang, die derzeit ausgelagert ist. „Es ist wichtig, dass die bei uns ist“, sagt Landrat Roth. Denn: Die Schüler sind Angestellte und lernen im Klinikum Starnberg. Die Schule bringt auch steuerliche Vorteile. Für Patienten habe es keine Auswirkungen, erklärt Weiler. Die neue Struktur erlaube jedoch eine flexible Kostenverteilung, da die Holding von den Töchtern nach Ertrag finanziert wird. Das heißt: Ist der Überschuss bei einer Klinik einmal geringer – aus welchen Gründen auch immer –, zahlt sie weniger für die zentrale Verwaltung.

Die neue Struktur mache es auch deutlich einfacher, eine weitere Klinik anzudocken – dann wären es fünf statt vier Töchter. Auch wäre es – zumindest theoretisch – denkbar, einen privaten Investor in die Firmen zu holen. Das sei kein Hintergedanke gewesen, betont Weiler. Von einem Partner im Klinikkonzern will Roth nichts wissen. Die neue Struktur soll bis Herbst umgesetzt werden. Die Regierung von Oberbayern als Aufsichtsbehörde hat zugestimmt. Die Struktur wechselt, der Chef nicht: Vorsitzender der Geschäftsführung bleibt Thomas Weiler.

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