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Die AWO zieht aus: Der Betriebsübergang erfolgt zum 1. Oktober.

Altenheim an der Gartenstraße  

Novita-Stiftung übernimmt AWO-Seniorenzentrum in Penzberg

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Die Novita-Stiftung übernimmt das vom AWO-Bezirksverband Oberbayern das Seniorenzentrum in Penzberg. Beide Seiten sind sich einig. Überrascht von der Nachricht zeigte man sich im Penzberger Rathaus.

Penzberg – Die Novita-Stiftung übernimmt das vom AWO-Bezirksverband Oberbayern betriebene städtische Seniorenzentrum in Penzberg. Das teilte der AWO-Bezirk mit. Überrascht von der Nachricht zeigte man sich  im Penzberger Rathaus. Sie habe dies selbst erst aus der Pressemitteilung erfahren, erklärte Bürgermeisterin Elke Zehetner auf Anfrage. „Ich musste erst einmal googeln, wer Novita ist.“ Zehetner wollte eigentlich am diese Woche am Dienstagabend im Stadtrat über den Sachstand berichten lassen. Auch der AWO-Verband München-Stadt, der sich um das Seniorenzentrum beworben hat, sollte sich im Rathaus vorstellen. Das ist nun nicht mehr nötig. „Ich bin verwundert über das Procedere“, sagte Zehetner. Was sich ihr zufolge ins Bild fügt: Als der AWO-Bezirksverband Oberbayern zum Jahreswechsel 2016/ 2017 den Vertrag für das Seniorenzentrum kündigte, wurde die Stadt auch davon überrascht.

Der AWO-Bezirk, der 40 Jahre lang das Haus an der Gartenstraße betrieben hat, war auf Wunsch der Stadt auf die Suche nach einem neuen Betreiber gegangen. Zuvor hatten sich beide Seiten über einen Ersatzneubau auf dem Grundstück nicht einigen können. Unter den Bewerbern als neuer Träger waren auch das BRK, die Rummelsberger Anstalten, die bereits den „Steigenberger Hof“ in Penzberg führen, sowie das Unternehmen Compassio.

Am vergangenen Freitag sei nun mit der Stiftung Novita ein mehr als 400 Seiten umfassender Vertrag zur Betriebsübertragung unterschrieben wurden, teilte der AWO-Bezirk mit. Der Übergang erfolgt zum 1. Oktober. Die Stiftung habe eigens eine „Novita Seniorenzentrum Penzberg GmbH“ gegründet. Am Montag seien die Mitarbeiter informiert worden. Für die Bewohner ändere sich nichts, so die AWO in ihrer Pressemitteilung.

Die Novita-Stiftung hat ihren Sitz in Hohenwart im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Die „Novita Leben im Alter GmbH“ wurde im Jahr 2007 gegründet, um zunächst die Seniorenzentren in Hohenwart und Reichertshofen zu betreiben. Heute sind nach Angaben der Stiftung, in der die GmbH aufgegangen ist, insgesamt acht Einrichtungen im Betrieb oder im Bau.

Der AWO-Bezirksverband spricht von einem „sozial orientierten und arbeitnehmerfreundlichen Nachfolger“. Die Novita-Stiftung habe sich dazu verpflichtet, alle Arbeitsverträge einschließlich aller bei der AWO gültigen Zusatzleistungen langfristig zu übernehmen. „Auch die Bewohner des Seniorenzentrums und deren Angehörige dürften froh darüber sein, dass nach etlichen Irritationen und Wochen der Unsicherheit nun wieder Klarheit herrscht“, so die AWO. An den bestehenden Wohn- und Lebensbedingungen beziehungsweise den einzelnen Verträgen der Heimbewohner ändere sich durch den Betriebsübergang nichts. Dies, so die AWO, hätten die Novita-Geschäftsführer Christoph Hofmann und Lorenz Weichselbaumer versprochen.

Die Stiftung führe auch alle anderen Verträge, zum Beispiel mit den externen Kunden von Essenslieferungen, mit der Telekom oder der Wäscherei, unverändert fort. Novita-Geschäftsführer Hofmann und AWO-Bezirksvorstandsmitglied Cornelia Emili erklärten: „Wir freuen uns darüber, im Sinne der Stadt Penzberg und des Stadtrats, der Bewohner und der Belegschaft eine reibungslose Fortführung des Betriebs garantieren zu können.“ 

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