Am Wellenbad

Parkdeck ist wieder Thema

Ein Parkdeck neben dem Penzberger Wellenbad wird nach zwei Jahren Pause wieder Thema in der Stadtverwaltung. Zumindest beschloss jetzt der Stadtrat, das Stadtbauamt und die relevanten Abteilungen des Rathauses mit der Vorbereitung einer Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Bedingung: Es muss erst Klarheit über die Zukunft des Wellenbades oder eines Bad-Neubaus und dessen Standort herrschen.

Penzberg – Das Parkdeck war von der Grünen-Fraktion bereits im Januar 2014 auf den Tisch gebracht worden. Ihre Begründung damals: Durch den Bau der neuen Landkreis-Schulturnhalle neben dem Wellenbad fallen dort Stellplätze weg. Zudem gebe es einen starken Bedarf wegen der nahen Schulen, Kindergärten und dem fußläufig erreichbaren Nonnenwaldstadion. Der Stadtrat stimmte damals einer Prüfung des Ansinnens zu. Im Februar 2015 kündigte Stadtbaumeister Justus Klement im Bauausschuss an, eine Untersuchung vorzulegen. Doch daraus wurde nichts. Die Studie wurde in den Jahren 2015 und 2016 aus Haushaltsgründen nicht gemacht. Angebote auch deshalb nicht eingeholt, teilte nun das Bauamt mit.

Aber nun besteht laut Bürgermeisterin Elke Zehetner Handlungsbedarf. Mit ein Grund: Die eigentlich als Alternative angedachte Parkplatzsituation am Friedhof sei unbefriedigend, betonte sie in der jüngsten Stadtratssitzung. Unterstützung erhielten die Grünen von CSU-Fraktionschef André Anderl: Das Parken am Friedhof sei für die Wellenbad- und Turnhallennutzer nicht geeignet. Allerdings solle die Stadt prüfen, ob nicht der Landkreis an den Kosten beteiligt werden kann. „Der hat schließlich die Parkplätze weggenommen.“ Wolfgang Sacher (BfP) nahm dagegen die Stadtwerke in die Pflicht. Das Kommunalunternehmen betreibe das Wellenbad oder baue ein neues Bad, argumentierte er. Angesichts der Bad-Debatte wollte sich die Bürgermeisterin nicht festlegen: Es gelte abzuwarten, wie es mit dem Bad weitergeht, trat Elke Zehetner auf die Planungsbremse.

Am Ende schloss sich die deutliche Mehrheit des Stadtrats ihrer Meinung an. Die Machbarkeitsstudie für das Parkdeck wird gestartet, wenn die Bad-Frage geklärt ist. Rathaus und Stadtwerke arbeiten dabei zusammen. Außerdem wird mit dem Landratsamt eine Kostenbeteiligung des Landkreises am Bau geklärt. Die Standortfrage für das Parkdeck wurde dagegen bewusst ausgeklammert. Lediglich BfP-Stadtrat Wolfgang Sacher stimmte dagegen.

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