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Der Stadthallen-Saal in Penzberg, hier bei einer Bürgerversammlung.

Fristlose Kündigung

Paukenschlag: Stadt Penzberg wirft Stadthallen-Wirtin raus

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Die Stadt Penzberg hat der Stadthallen-Wirtin gekündigt - und zwar fristlos. Am Mittwochabend wurde ihr das Kündigungsschreiben vorbeigebracht. 

Penzberg - Der Penzberger Stadtrat hat diese Woche einstimmig beschlossen, den Vertrag mit der „R&G Dienstleistungs GmbH“ und deren Geschäftsführerin Paula Maria Reisek fristlos zu kündigen. Das Schreiben wurde ihr noch am Mittwochabend - während der Stadtrat in einer nicht öffentlichen Sitzung im Rathaus zusammensaß - vorbeigebracht. Die Kündigung ist fristlos. Sie gilt ab dem 1. März. Am Donnerstag tauschte der Bauhof bereits die Schlösser an den Stadthallen-Zugängen aus. Das teilten am Donnerstag Bürgermeisterin Elke Zehetner und zweiter Bürgermeister Dr. Johannes Bauer mit.

Die Stadthallen-Gaststätte ist damit bis auf Weiteres geschlossen. Für die anderen Veranstaltungen - wie zum Beispiel Derbleckn und Starkbieranstich - will die Stadt Cateringunternehmen vermitteln. Im Rathaus soll dazu ein Ansprechpartner für die Veranstalter installiert werden. Zugleich bereitet die Stadt, so hieß es am Donnerstag, die Ausschreibung für die Suche nach einem neuen Stadthallen-Wirt aus.

Als Grund für die Kündigung nannte das Rathaus, dass bis zum 28. Februar die Verbindlichkeiten aus Pacht und Nebenkosten nicht gezahlt worden seien. Tatsächlich liegen die Gründe aber tiefer. Nach dem überraschenden Wirtewechsel in der Stadthalle vor vier Monaten fehlte das Vertrauen, was im Rathaus auch bestätigt wird. Zugleich verweist die Stadt auf die verschiedenen Gesellschaften und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Man habe deshalb nicht an eine florierende Zukunft geglaubt. Die ausstehenden Verbindlichkeiten will die Stadt einfordern.

Paula Maria Reisek war im November, ohne Wissen der Stadt, zur neuen Chefin der Stadthalle geworden, weil sie die Geschäftsführung in der Gesellschaft ihres Vorgängers übernahm. Sie selbst zeigte sich am Donnerstag von dem Rauswurf völlig überrascht. „Wir stehen alle unter Schock“, sagte sie.

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