Sexualstraftäter aus Psychiatrie geflüchtet: Warnung vor Michel K.

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Die besten Absolventen der Heinrich-Campendonk-Realschule stellte Schulleiter Severin Hammel (v.l.) am Freitag vor: Chiara Schmidt (Notendurchschnitt 1,50), Ariane Fichtl (1,17), Bonny Schau (1,17), Julia Lindmair (1.45), Benedikt Sterzer (1,25) und Josef Pfohl (1,42). Zugleich wurden Ariane Fichtl, Bonny Schau, Benedikt Sterzer und Josef Pfohl für eine glatte 1,0 in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) geehrt.

Abschlussfeier an der Realschule

Schulleiter Severin Hammel und sein besonderer Rede-Trick

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136 junge Männer und Frauen haben an der Heinrich-Campendonk-Realschule ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Den besten Notenschnitt mit 1,17 schafften zwei Mädchen.

Penzberg - Auf der Suche nach einem Leitmotiv für seine Rede verfiel Schulleiter Severin Hammel heuer auf einen Trick. Er schickte eine Online-Umfrage an seinen Absolventenjahrgang, deren Ergebnisse er am Freitag vorlas – was eine erkenntnisreiche und zugleich humorvolle Rede ergab.

Da war zum Beispiel die Frage, was die Absolventen als besonders negativ in Erinnerung behalten. Drei Prozent hätten namentlich ihn, den Schulleiter, genannt, sagte Severin Hammel. „Ein Schlag in die Magengrube.“ Aber so gehe es den Lehrern eben. Man höre selten: „Das war eine coole Stunde.“ So gehe es vielen Berufsgruppen, sagte Hammel und fügte augenzwinkernd hinzu. „Wann habe ich das letzte Mal zu meinem Zahnarzt gesagt, dass ich die Zeit mit ihm genossen habe.“ Apropos drei Prozent. 16 Prozent nannten die Schultoiletten als negativ. „Ich habe gegen die Toiletten gewonnen“, so Hammel. 

Penzberg: Absolventensprecher danken den Lehrern 

Andere Ergebnisse aus einer Umfrage: Drei Viertel hätten nie eine Klasse wiederholt. 60 Prozent fühlten sich gut durch die Realschule vorbereitet. Bei der Frage, was ihnen beim Blick in die Zukunft Sorgen bereitet, wurden laut Hammel Geld, die Anforderungen der Arbeitswelt, Stress und die Klimaveränderung genannt. Immerhin 17 Prozent teilten mit, sie hätten gar keine Sorgen. Und worauf freuen sich die Absolventen? Knapp 50 Prozent, so Hammel, nannten den künftigen Arbeitsplatz oder die neue Schule. „Nur 25 Prozent sagten: Chillen.“ 

Penzberg: Vize-Landrätin appelliert an Toleranz 

Dank sagten die beiden Absolventensprecher Ariane Fichtl (mit einem Schnitt von 1,17 zusammen mit Bonny schau beste Absolventin) und Moritz Krömmelbein: den Lehrern, „mit denen wir mehr Zeit als mit unseren Familien verbracht haben“, für ihre Geduld, ihr Verständnis und „für die farbenfrohen Werke auf unseren Arbeiten“ Und, so Ariane Fichtl: „Wir können stolz auf uns sein, die Mittlere Reife erworben zu haben.“ Vize-Landrätin Regina Bartusch sprach von einem Etappenziel, das die Absolventen erreicht hätten. Bartusch ermutige sie, sich einzumischen, weltoffen und kritisch zu bleiben, aber auch für Toleranz und ein respektvolles Miteinander einzutreten.

Dass sie sich zirka 2000 Mal auf den Weg in die Schule begeben hätten, rechnete Bürgermeisterin Elke Zehetner vor. Und: „Manches Morgengrauen machte seinen Namen wohl Ehre.“ Die Mühe habe sich aber gelohnt. „Heute sind alle Sieger, egal welche Note im Zeugnis steht.“ Und: „Jetzt genießt die lernfreie Zeit, bevor das eine oder andere neue Aufregende beginnt.“ Beim Festakt verabschiedeten sich aber nicht nur die Absolventen, sondern auch Stefanie Herting, die dem Elternbeirat sieben Jahre angehörte und am Freitag mit ihre Nachfolgerin Daniela Prasselsperger die Absolventen beglückwünschte.

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