Zum symbolischen ersten Spatenstich trafen sich am Dienstag (v.l.): Stadtkämmerer Hans Blank, Vize-Landrat Wolfgang Taffertshofer, leitende Baudirektorin Doris Schmid-Hammer von der Regierung von Oberbayern, Bürgermeister Stefan Korpan, Stadtbaumeister Justus Klement, Borka Palackovic, Alfred Maier und Severin Bast von „H2M“-Architekten, Michael Wenzel von der Firma Kreuzer, die die Bauleitung innehat, und Projektsteuerer Jochen Weber.
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Zum symbolischen ersten Spatenstich trafen sich am Dienstag (v.l.): Stadtkämmerer Hans Blank, Vize-Landrat Wolfgang Taffertshofer, leitende Baudirektorin Doris Schmid-Hammer von der Regierung von Oberbayern, Bürgermeister Stefan Korpan, Stadtbaumeister Justus Klement, Borka Palackovic, Alfred Maier und Severin Bast von „H2M“-Architekten, Michael Wenzel von der Firma Kreuzer, die die Bauleitung innehat, und Projektsteuerer Jochen Weber.

Westlich der Birkenstraße

149 neue Mietwohnungen in Penzberg: Startschuss für städtisches Bauprojekt

  • VonWolfgang Schörner
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Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben am Dienstag die Erschließungsarbeiten für den Bau der neuen Mehrfamilienhäuser mit 149 Wohnungen westlich der Birkenstraße begonnen. Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) sprach angesichts des städtischen Projekts von der „größten und teuersten Baumaßnahme“ in der Geschichte.

Penzberg – Los geht es auf dem Gelände westlich der Birkenstraße und südlich der Wölflstraße zunächst mit den Erschließungsarbeiten. Innerhalb der nächsten drei Jahren entstehen dort in vier Reihen mehrere Wohnblöcke mit insgesamt 149 Mietwohnungen. Das erste Mehrfamilienhaus – ganz im Süden des Grundstücks – soll im Jahr 2023 fertig sein, sagte Bürgermeister Stefan Korpan am Dienstag beim symbolischen ersten Spatenstich. Die Fertigstellung des gesamten Bauprojekts, also aller Wohnblöcke, werde „aller Voraussicht nach im Sommer 2024“ sein, fügte er an.

Korpan: Größte und teuerste städtische Baumaßnahme

Korpan betonte in seiner Rede, dass die Stadt selbst das Wohnbauprojekt realisiert. Es sei keine gewöhnliche Baustelle, sagte er. Es sei die größte und teuerste städtische Baumaßnahme in der Geschichte. Wie berichtet werden die Gesamtkosten auf 68,1 Millionen Euro veranschlagt, darunter 32,9 Millionen Euro Baukonstruktionskosten, knapp 7,5 Millionen Euro für technische Anlagen sowie 3,5 Millionen Euro für Außenanlagen.

Korpan erinnerte ebenso an den Werdegang, angefangen beim Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im Jahr 2015. Die 149 Wohnungen seien „extrem wichtig für Penzberg, weil wir bezahlbaren Wohnraum schaffen“, erklärte er. Korpan sprach zudem von einem Projekt, das zugleich Wohnqualität und ökologische Aspekte berücksichtigt. Er verwies auch auf das Einheimischen-Modell auf der benachbarten Fläche – dort entstehen gerade Doppel- und Reihenhäuser. Es freue ihn, sagte der Bürgermeister, dass die Stadt Penzberg auch diese Möglichkeit geschaffen habe.

Baudirektorin: Es entsteht ein „sehr schönes Wohnquartier“

Für die Regierung von Oberbayern sei es eines der größten Förderprojekte, erklärte die leitende Baudirektorin Doris Schmid-Hammer am Dienstag. Die Regierung von Oberbayern unterstützt das Bauvorhaben, wie berichtet, mit einem Zuschuss in Höhe von 20,4 Millionen Euro. Außerdem hat sie der Stadt Penzberg ein zinsloses Darlehen in Höhe von 33 Millionen Euro angeboten. „Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum“, betonte Schmid-Hammer. Dies würden viele Kommunen sagen. Es seien aber nicht ganz so viele Kommunen, die diese Wohnungen auch selbst schaffen. „Erfreulicherweise gehört Penzberg dazu“, so die Baudirektorin. Es sei eine Seltenheit, dass eine Kommune ein so großes Grundstück zur Verfügung hat und ein so großes Projekt plant. Sie sei sich sicher, sagte Schmid-Hammer, dass ein „sehr schönes Wohnquartier entsteht“. Eine gute Lösung, fügte sie hinzu, sei auch bei der Dichte der Bebauung gefunden worden. Wie berichtet, war vergangenes Jahr nach einem Mehrheitsbeschluss im Stadtrat noch einmal umgeplant worden. Die Wohnblöcke sollen nun nicht mehr durchgängig viergeschossig werden, sondern drei und vier Geschosse haben, was die zuvor vorgesehene Wohnungszahl von 171 auf 149 senkt.

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